Posts Tagged ‘Ernest Wichner’

Noi Orizonturi. Literarische Positionen in Europa: Rumänien

septembrie 6, 2018

http://www.literaturbuero-owl.de/veranstaltungsuebersicht/noi-orizonturi.html?L=2.html..html.html

Noi Orizonturi
Literarische Positionen in Europa: Rumänien

5. bis 7. Oktober 2018

Rumänien ist ein seltsames Land: Es ist das Land, in dem sich die Ablösung vom Kommunismus mit Gewalt vollzogen hat, das EU-Mitglied seit 2007 ist und eine mehr schlecht als recht funktionierende Demokratie. Ein Land, dessen politische Klasse ausnahmslos korrupt ist, wie Mircea Cărtărescu, der bedeutendste Schriftsteller des Landes, beklagt. Er hat auch darauf hingewiesen, dass es in Rumänien heute keine politische Partei gibt, die nationalchauvinistisch auftritt, dafür aber auch keine, die etwa nicht nationalistisch wäre. Es ist ein Land, das schwer von zwei Diktaturen gezeichnet ist, die beide noch nicht aufgearbeitet sind, was eine Gesellschaft zur Folge hat, die in Ressentiments, Ideologie, Verführbarkeit und Lethargie verharrt. Wenngleich es auch jene gibt, die schon seit geraumer Zeit unter der Formel ‹Rezist›  ihren Widerstand gegen die kriminellen wie korrupten Praktiken der Regierenden kundtun.

Es wäre zu einfach und zu schön, könnte man nun fortfahren: Anders aber verhält es sich in der Literatur. Selbstverständlich sind viele Schriftsteller*innen auf der Seite von ‹Rezist› und treten ein für die Aufklärung und Behebung aller politischen und sozialen Mißstände. Aber die am Schicksal der Schriftsteller*innen gänzlich desinteressierte, korrupte Leitung des Schriftstellerverbandes ist in diesem Jahr wieder gewählt worden – und zwar von der Mehrheit der Mitglieder. Weil dies so ist, kann auch nicht verallgemeinernd über ‹die rumänische Literatur› gesprochen werden, sondern immer nur von einzelnen Autor*innen und Büchern. So auch an diesem Wochenende in Detmold: Etwa von Lavinia Branişte, deren erster Roman ‹Null Komma Irgendwas› in diesem Jahr auf Deutsch erschienen ist. Es soll von und mit Filip Florian über sein Buch ‹Alle Eulen› geredet werden. Es ist auch Liliana Corobca zu hören, die aus Moldawien stammt, in Bukarest lebt und zuletzt den Roman ‹Der erste Horizont meines Lebens› veröffentlicht hat. Jede der hier genannten Autorinnen, jeder Autor ist eine absolut individuelle Erscheinung; die Stoffe ihrer Bücher unterscheiden sich ebenso wie die Erzählweisen, die Temperamente und Neigungen der Autor*innen.

Herta Müller, ist zwar im deutschsprachigen Nitzkydorf im rumänischen Banat geboren, hat aber nur einmal auf Rumänisch geschrieben – besser gesagt, ausgeschnitten und geklebt: nämlich die Collagen ihres Bandes ‹Este sau nu este Ion› (Gibt es Ion oder gibt es ihn nicht), ansonsten ist sie eine deutsche Autorin, deren Werke von den Erfahrungen in und mit der Diktatur geprägt sind.

Was Urmuz angeht, so ist dessen gesamtes Werk, das die rumänischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts präludiert, kongenial von Oskar Pastior ins Deutsche gebracht und veröffentlicht worden. Mehr ist darüber kaum zu sagen, es sei denn: hinhören und genießen, wenn Frank Arnold daraus liest.

(Ernest Wichner)

Information und Karten

Veranstaltungsorte 
Freitag: Konzerthaus, Neustadt 22, 32756 Detmold

Samstag und Sonntag: Alte Schule am Wall, Paulinenstraße 19, 32756 Detmold (Eingang über H & S Residenz Hotel)

Eintritt
Tageskarte Freitag, 5. Oktober 2018: 15 / 10 / 8 € (ermäßigt 12 / 8 / 5 €)
Tageskarte Samstag, 6. Oktober 2018: 20 / 15 € (ermäßigt 17 / 12 €)
Tageskarte Sonntag, 7. Oktober 2018: 15 / 10 € (ermäßigt 12 / 8 €)
Abo: 45 / 30 € (ermäßigt 40 / 25 €)

Kartenbestellung

Eintrittskarten können ab Montag, 10. September 2018online  sowie von Montag bis Donnerstag zwischen 10.00 und 17.00 Uhr und am Freitag zwischen 10.00 und 16.00 Uhr telefonisch unter 05231-30 80 210 im Literaturbüro OWL bestellt werden.

Die Plätze sind nummeriert und werden in der Reihenfolge der Bestellung vergeben. Ermäßigungen erhalten Schüler*innen, Studierende bis 26 Jahre, Auszubildende, Erwerbslose und Schwerbehinderte (ab 60 %). Rollstuhlplätze können bei Bedarf eingerichtet werden.

Eine Kartenrücknahme ist nur bei ausverkauften Veranstaltungen zum kommissionsweisen Verkauf gegen eine Stornogebühr möglich.
Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, jedoch vorbehalten und berechtigen nicht zur Rückgabe der Karten.

Förderer und Partner

Eine Kooperationsveranstaltung des Literaturbüros OWL und des Deutschen Kulturforums östliches Europa.

Ein Abend mit Herta Müller

Freitag, 5. Oktober 2018

19.30 Uhr BEGRÜSSUNG
Iris Hennig

LESUNG UND GESPRÄCH
Herta Müller
   Mein Vaterland war ein Apfelkern
   Atemschaukel
   Vater telefoniert mit den Fliegen
Ernest Wichner führt das Gespräch

Herta Müllers Werk, ‹dessen Kraft sich aus dem Schrecken speist, ist zugleich reich an Schönheit und für den Leser ein großes Glück. So spricht Erinnerung, wenn sie lebendig ist. Es schnürt einem die Kehle zu und macht Luftsprünge aus Wörtern. Und es ist neben all dem Hunger, dem Elend, dem Sterben im Lager unglaublich viel vom Glück die Rede.› (F. A. S.). Im Gespräch mit Ernest Wichner erzählt die Literaturnobelpreisträgerin von der Kindheit in Rumänien, vom Erwachsenwerden und dem erwachenden politischen Bewusstsein, von den frühen Begegnungen mit der Literatur, den Konflikten mit der Diktatur des Kommunismus und dem eigenen Weg zum Schreiben. Und sie liest – schickt in ihren Collagen einzelne Wörter auf die Reise und dichtet mit der Schere, erzählt vom Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen nach dem Zweiten Weltkrieg und berichtet von dem, was sie zum Schreiben gebracht hat.

Das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe wird institutionell gefördert vom:

Rumänische Gegenwartsliteratur

Samstag, 6. Oktober 2018

15.00 Uhr BEGRÜSSUNG
Iris Hennig und Claudiu Florian (RKI)

LESUNG UND GESPRÄCH
Filip Florian  Alle Eulen
Vlad Chiriac liest die deutsche Fassung
Georg Aescht führt das Gespräch

KONZERT
Verena Weber (Viola)
Thomas Curuti (Klavier)
George Enescu Aubade für Streichtrio (arr. für Viola und Klavier)
Béla Bartók Rumänische Volkstänze
   Jocul cu bâta (Stabtanz). Allegro moderato
   Brâul (Rundtanz). Allegro
Pe Loc (Stampftanz). Moderato
Bubiumeana (Kettentanz). Moderato
Poarga românesca (Rumänische Polka)
Mâruntel (Zwei Schnelltänze). Allegro

ca. 16.20 Uhr PAUSE

ca. 16.40 Uhr LESUNG UND GESPRÄCH
Liliana Corobca  Der erste Horizont meines Lebens
Marina Frenk liest die deutsche Fassung
Ernest Wichner führt das Gespräch

KONZERT
Verena Weber (Viola)
Thomas Curuti (Klavier)
George Enescu Konzertstück für Viola und Klavier

ca. 18.00 Uhr PAUSE

ca. 19.00 Uhr LESUNG UND GESPRÄCH
Lavinia Branişte  Null Komma Irgendwas
Marina Frenk liest die deutsche Fassung
Ernest Wichner führt das Gespräch

ca. 20.15 Uhr ENDE

Mit Filip Florian, Liliana Corobca und Lavinia Branişte kommen drei Stimmen der zeitgenössischen rumänischen Literatur zu Wort und zu Gehör. In Lesungen und in Gesprächen mit Georg Aescht und Ernest Wichner präsentieren sie ihren ganz eigenen Blick auf Rumänien. Alle Eulen ist ein zauberhaft melancholischer Roman über Freundschaft und die Abendstunde der Erinnerung, Filip Florian erzählt in ihm mit Sprach- und Fabulierlust die großen Geschichten zweier kleiner Leben. Eine einprägsame Geschichte aus der Sicht von Kindern, die am Rande von Mitteleuropa alleine zurückbleiben, schildert Liliana Corobca mit starken Bildern in Der erste Horizont meines Lebens und Lavinia Branişte zeichnet in Null Komma Irgendwas ein gnadenloses und präzises Porträt der rumänischen Gesellschaft von heute. Verena Weber an der Viola und Thomas Curuti am Klavier verbinden und kontrapunktieren das Geschriebene und Gesprochene mit Kompositionen von George Enescu und Béla Bartók.

Reclame

Liliana Corobca: „Idolii de ieri sunt și ei oameni, aproape ca tine” (interviu cu Andra Rotaru)

septembrie 20, 2017

http://blog.goethe.de/dlite/archives/336-Liliana-Corobca-Idolii-de-ieri-sunt-i-ei-oameni,-aproape-ca-tine-interviu.html

 

A beneficiat de burse şi rezidenţe de creaţie în Germania, Austria, Franţa şi Polonia, iar romanele Un an în Paradis și Kinderland i-au fost traduse în limba germană de Ernest Wichner. Fiecare rezidență a venit cu provocări noi, fiecare călătorie a însemnat observarea oamenilor, a locurilor, precum și luarea a numeroase notițe despre acestea. După o serie de lecturi și interacțiuni cu publicul german, Liliana Corobca ne dezvăluie mai multe despre industria de carte din Germania și despre peregrinările ei pe tărâmurile lui Goethe.

Autor: Andra Rotaru

Ai fost de mai multe ori în Germania, atât la târguri de carte, cât și în rezidențe literare, iar cărțile tale au fost traduse în limba germană. Care au fost cele mai suprinzătoare aspecte legate de mentalitatea scenei literare nemțești, ce te-a surprins și te-a inspirat?

Nu cred că e o noutate pentru cineva faptul că piața germană de carte este una dintre cele mai puternice din Europa, cărți se scriu, se citesc și se cumpără. Mai mult decât în alte țări se traduce, iar mai mult decât în alte țări se acordă burse de creație autorilor străini. Primul lucru surprinzător și plăcut este publicul care vine la întâlnirile literare cu scriitori necunoscuți, de obicei, nu niște vedete internaționale și, de multe ori, chiar plătește bani pentru a asculta un fragment dintr-o carte în lectura autorului sau, în cazul meu, și a traducătorului sau a unui actor (de obicei, în limba originală citești trei-cinci minute, ca auditoriul să se delecteze cu vocea „auctorială”). Acum doi ani, am avut lecturi în Ulm și Langenau, eram prima oară acolo și Thomas Mahr, librarul și moderatorul discuțiilor, încerca să mă încurajeze înainte de a ajunge pe scenă. Că nici marii scriitori nu au avut destul public (îmi dădea exemple) sau chiar dacă a fost public, nu s-au cumpărat cărțile (săptămâna trecută a vândut doar două cărți la o asemenea întâlnire, dar ce scriitor important!). Iar după lecturi, cu sala plină, l-a sunat pe editorul Herbert Ohrlinger din Viena să-i spună că mai vrea cărți, că s-au vândut toate. Eram cu toții bucuroși și un pic surprinși.

M-a mirat și sistemul special de asigurări, sănătate și pensii pentru scriitori și artiști, în general, din Germania, poate că ar trebui implementat și la noi.

Niciodată nu știi ce te poate inspira. Când, în timpul unei romantice plimbări prin pădurea de la Akademie Schloss Solitude, m-am trezit cu un uriaș porc sălbatic în fața mea, nu m-am gândit că scena va intra într-un roman precum Kinderland. În 2012, la Graz m-am trezit singură în vârful unui munte, Schlossberg, și singură în castelul Cerrini, rezidența bursierilor, Asli Erdoğan încă nu sosise (luase bursa „Write in Exile”), iar Barbara Marković, scriitoarea orașului Graz tocmai plecase la Viena la soțul ei. Pe la începutul bursei, am avut o întâlnire cu un personaj suspus, căruia i-am dat cartea mea tradusă în germană (Un an în Paradis) și am primit un CD cu muzică religioasă. Fiind singură pe un perimetru de câțiva km2 și sigură că nu voi deranja pe nimeni, am ascultat muzica cu sunetul dat la maxim. Nici până, nici după aceea, nu am mai putut repeta acea experiență.

Invazia de autori străini nu este întodeauna bine văzută de unii autori locali, care se simt neglijați. E de înțeles. Dacă ne imaginăm aceeași situație în România, cred că și autorii români ar simți la fel. Unii, cel puțin.

Poate sună banal, dar faptul că efortul unui autor de a scrie o carte este apreciat și plătit încă mă surprinde; lecturile publice sunt plătite și ele, la fel și participările la târguri de carte, toate se remunerează, burse sunt multe, poți trăi de la o bursă la alta, iar premiile sunt între 5000-10.000 Euro. Mă simțeam uneori stânjenită când, pentru cinci minute de lectură, primeam bani cât era salariul meu de cercetăror pe o lună, mi se părea că nu merit atâția bani.

Cum a decurs procesul de traducere, cum ai interacționat cu Ernest Wichner pe parcursul traducerii cărților Un an în paradis și Kinderland? Ce dificultăți ați întâmpinat și ce lucruri noi ați descoperit despre traducere?

Prima mea întâlnire cu Ernest Wichner a fost legată de un pește mare și comestibil. Nu cred că am povestit vreodată, dar dacă m-ai întrebat… Eram bursieră la Schloss Solitude, iar Ernest Wichner venise pentru lectura lui Daniel Bănulescu, care avusese o bursă cu un an înaintea mea și venise cu ocazia publicării unui volum de poezie în limba germană. După eveniment, am fost invitată la masă de Jean-Baptiste Joly, directorul Akademiei. Cu mine, mai era o practicantă, o studentă nemțoaică, una din organizatoarele lecturii. Era târziu și ea a întrebat dacă poate sta cu noi la masă, că nu mai are cum ajunge la rezidența noastră, iar noi urma să venim cu microbuzul de la Solitude. Directorul i-a spus că da. Nu cunoșteam pe nimeni aproape și ne-am așezat într-un colț, noi două. Fata a comandat doar ceva de băut și eu am făcut la fel, nici nu-mi imaginam că pot să mănânc lângă cineva care doar bea. Când au venit bucatele, eu m-am trezit cu un pește uriaș și înspăimântător, pe care trebuia să îl consum corect și degajat de față cu toți. Îl comandase pentru mine domnul Joly. Nu trebuia să fii mare traducător ca să citești pe fața mea că aș fi preferat mai degrabă să stau sub masă decât să mă ating de acea fiară prăjită! Iar Ernest era chiar în fața mea și se amuza, probabil. Cum eu stăteam țeapănă și mă gândeam intens cum să abordez dihania, șefii cei mari de la masă au chemat chelnerul și l-au rugat să scoată oasele din peștele meu, ca să-l pot mânca mai ușor. Chelnerul s-a executat pe loc și a venit cu niște săbiuțe și cu o tăviță, a făcut harcea-parcea de două ori și mi-a întins o tocăniță de pește, mai prietenoasă, de data asta, și fără oase. Mie nici acum nu-mi place să mănânc în public, iar pe vremea aceea eram și foarte timidă, și pur si simplu nu mâncasem niciodată pește în public și muream de frică să nu mă înec cu vreun os și să mă fac de râs. Acum aș mânca și un rechin între doi prezidenți și aș întreține și discuții savante! Dar începutul e greu… Atunci i-am lăsat lui Ernest un roman, Un an în Paradis, iar el a scris apoi la Akademie Schloss Solitude că vrea să îl traducă. Am fost de câteva ori la Literaturhaus Berlin, unde Ernest Wichner era (este) director, am locuit chiar într-un mic apartement de acolo care se numea „Hof”, iar eu credeam că înseamnă „Speranță” (de la „Hoffnung”), dar însemna, mai prozaic, doar „Curte”, din cauza geamului care dădea în curtea interioară. La întâlnirea noastră de la Berlin, nu știu despre ce exact discutam, dar Ernest s-a ridicat, a ieșit la balcon și s-a întors cu o sămânță mare de floare, ca s-o plantez acasă, poate vorbeam despre florile frumoase de la Literaturhaus. Numai că am păstrat-o și o păstrez și acum, seamănă cu o sămânță de dovleac și stă la loc de cinste în colecția mea de pietricele. În privința traducerilor, nu am avut nicio dificultate (eu, poate Wichner a avut, dar nu mi-a zis). Iar când a tradus Kinderland nu-mi amintesc să mă fi anunțat. Mi-a trimis doar mesajul încântat al primului editor căruia i-a arătat manuscrisul și care l-a rugat să nu mai trimită și altora, că îl publică el. De altfel, fusese invitatul meu la lansarea cărții și cred că îi plăcuse romanul. Ernest Wichner vorbește puțin și lucrează mult.

Dintre bursele obținute, ce a individualizat perioada petrecută în rezidențe în Germania?

M-aș simți ca o pensionară nostalgică dacă mi-aș depăna acum toate amintirile. Fiecare bursă are specificul ei, fiecare a contat într-un fel sau altul. Există două tipuri de rezidențe, unele cu potențial mare de acordare a burselor, situate fie în orașe mari (Berlin, Viena, Graz), când ai foarte mulți colegi din același domeniu sau din domenii conexe; altele, în localități tihnite, retrase, unde ai maxim doi colegi, e atâta liniște, izolare, că nu-ți rămâne decât să scrii. La Akademie Schloss Solitude eram mereu cam 50 de bursieri plus câțiva membri de familie, tot artiști de obicei. Interacționam enorm, vorbeam patru limbi pe zi; participam la cele mai năstrușnice proiecte, un tânăr regizor bulgar ne-a rugat să dansăm pe scaune pentru proiectul lui, unde inițial își propusese să ridiculizeze sedentarismul contemporanilor, dar a ieșit altceva. Am dansat. M-am împrietenit cu o tânără savantă chineză care cânta la un fel de vioară chinezească și am convins-o să-mi acompanieze lecturile. Am aflat de la colegii nemți că există o ofertă de bilete la firma Saturn care costa 120 de Euro, dar poți merge timp de șase luni unde vrei și poți face patru călătorii în acest timp. Mi-am luat acel bilet și am fost într-o călătorie fantastică cu o artistă americană, Kristina Estell, care avea și ea bilet. Engleza mea era foarte aproximativă și lumea își bătea capul cum ne vom înțelege, dar n-a existat nicio neînțelegere între noi. Am pus harta Germaniei în față și ne-am ales cele mai îndepărtate (de Stuttgart) puncte, am urcat în turnul catedralei din Köln și ne-au tremurat genunchii trei zile, apoi Hamburg, Marea Nordului, insula Sylt, la care am ajuns cu trenul pe apă (în stânga apă, în dreapta apă, dar mergem înainte!). Era așa de frig (în august), că mi-am cumpărat pantaloni, pe care i-am udat plimbându-mă pe malul mării, i-am pus la uscat pe balcon și au dispărut. Fie i-a luat vântul, fie i-a furat vreun vecin… Am vizitat apoi Luebek-ul, Timmendorfer Strand, apoi am coborât spre Dresda, Leipzig. Eu eram atrasă de muzeele clasice, iar Kristina, de arta contemporană. Ca să nu ne rătăcim, mergeam împreună peste tot, așa că m-am familiarizat și cu noile curente, grație ei. Pe malul mării, Kristina căuta pietre pentru nu știu ce expoziție la care se gândea, eu o ajutam, dar îmi opream și mie câteva pietre mai frumoase. Zece, de obicei. De atunci, tot adun pietre pe unde mă duc.
Tot atunci am hotărât să vizitez Hohenzollernburg , de unde vin regii României, am mers cu o mașină, iar șoferul era un profesor inginer neamț, coleg bursier, care a dorit și el să vadă castelul. Și-a pus GPS-ul și ne-am rătăcit în ultimul hal. Erau mai multe localități, numele începeau cu „Hohen”. „Nu vrei să-l vizităm pe acesta?”, mă întreba când ajungeam la vreun Hohen oarecare. „Nu, răspundeam eu, vreau Hohenzollernburg !” Până la urmă l-am găsit…
În Kreisau, Polonia, casa în care stăteam era înconjurată de un crâng și de lanuri de porumb și floarea soarelui. Casa avea o grădină de flori, printre care am descoperit trandafiri de dulceață și cum înflorea unul, repede îl culegeam. Mai era o tufă serioasă de mure de care am avut grijă conștiincios nu cumva să rămână nemâncată și să se scuture. Nu prea aveam pe ce cheltui banii în mica localitate, așa că am vizitat Cracovia și Karpacz, unde am văzut un muzeu al jucăriilor (altele nu erau). În afară de muzee de artă, am ajuns și la muzeul ciocolatei din Köln, de care-mi amintesc cu plăcere.
La Ottensheim am Donau stăteam pe malul Dunării și număram corăbiile care trec, mi le-am notat chiar, pentru vreun viitor roman, urmăream cum trec oamenii de pe un mal pe altul cu Drahtseilbrücke, care înseamnă un fel de pod plutitor, dar mie îmi suna a „podul dracilor”. Mă plimbam de-a lungul Dunării pe un drum îngust pentru pietoni și bicicliști care se numea „Quo vadis?”. Bursa de la Paris a însemnat muzee, muzee și iar muzee și biblioteci. Când am vizitat pentru prima oară Viena, mi s-a recomandat insistent să merg să văd caii lipițani dansând, că-i ceva nemaipomenit. Am cumpărat bilet, dar nu la cai, care erau plecați în vacanță în munții Alpi, ci la mânjii însoțiți de mamele lor. Iar biletul, scump! Spectacolele se țin în Palatul baroc Hofburg, foarte frumos, dar mânjii m-au dezamăgit. Ajunsesem înainte și, până la spectacolul cailor, am intrat într-o biserică de vizavi, iar acolo cânta orga. Erau puțini vizitatori care intrau, ieșeau, iar eu m-am așezat și ascultam. Muzica înceta și-l vedeam pe muzician cum se uită de sus, mai sunt? Și iar cânta, a cântat până am plecat și am avut impresia că a cântat doar pentru mine.

Ai cunoscut alți scriitori, ai interacționat și păstrat legătura cu autori și artiști cunoscuți în rezidențe?

Am cunoscut foarte mulți, am interacționat cu mulți și am păstrat legătura cu puțini.

De ce sunt folositoare pentru un scriitor aceste rezidențe? 

Pentru cineva care are un job cu opt ore pe zi la birou, o rezidență oferă timp pentru scris, pentru amatorii de călătorii și de senzații, bursa înseamnă un loc nou, magnific, de obicei, cu multe obiective turistice de vizitat. Intri în contact cu oameni noi, deosebiți, de obicei. Te descoperi, ai mai multă încredere în forțele tale. Vezi că idolii de ieri sunt și ei oameni, aproape ca tine. Mai înseamnă și ceva bani pentru zile negre, după ce bursa se termină.

Care sunt cele mai dificile momente pe care le întâmpină un scriitor într-o rezidență, mai ales dacă aceasta este una de lungă durată?

Organizatorii au grijă să ai parte de momente cât mai frumoase și să ai toate condițiile pentru a scrie și a te simți bine, de aceea trebuie să fii un personaj cu totul problematic ca să te simți prost în timpul unei rezidențe. Poate dorul de familie să te macine, dar, de multe ori, poți merge cu întreaga familie sau te pot vizita ei sau poți tu să-i vizitezi, dacă bursa e mai lungă. O pătrime din timpul rezidenței poți lipsi, de obicei, sau poți întrerupe bursa, o poți împărți în două.

Sunt rezidențele pentru oricine? Cine nu ar trebui să își facă speranțe?

Nu aș putea să descurajez pe cineva. Când am avut prima mea bursă, nu aveam nici prea multe publicații în străinătate, depășisem vârsta de 30 de ani (limita era de 35), nu aveam contacte în străinătate și nici prea multe opinii despre ce înseamnă o rezidență de creație. Eram cercetător cu jumătate de normă la Institutl Călinescu și unul din avantajele bursei mi se părea a fi de ordin material. Salariul meu nu se ridica la 200 Euro, iar bursa era de o mie.
Dacă e să răspund textual, totuși, cine a depășit vârsta de 35 de ani, nu știe nicio limbă străină, are o operă literară mai modestă (puține cărți la număr), care nu a fost tradusă integral sau în antologii are mai puține șanse, cred. Dar acordarea burselor seamănă cu o loterie, sunt invitați să candideze scriitori din toată lumea sau din toată Europa sau din Europa Centrală și de Est, participă sute de scriitori și alegerea unuia (sau mai multor candidați, dar nu mai mult de cinci) are și o doză de subiectivitate, e vorba și de puțin noroc (chior). Mai sunt și rezidențe care nu oferă burse sau îți plătești tu cazarea, adică trebuie să fii asigurat material, s-ar putea ca acolo să fie mai simplu de ajuns.

***

Liliana Corobca s-a născut la 10 octombrie 1975, în satul Săseni, raionul Călăraşi, Republica Moldova. A debutat cu romanul Negrissimo (2003; Premiul „Prometheus” pentru debut al revistei „România literară”, Premiul pentru debut în proză al Uniunii Scriitorilor din Republica Moldova) şi cu Personajul în romanul românesc interbelic (teză de doctorat, 2003). A publicat romanele Un an în Paradis (Cartea Românească, 2005, tradus în italiană şi germană), Kinderland(Cartea Românească, 2013; Polirom, 2015, tradus în germană şi slovenă, bestsellerul Editurii Cartea Românească la Târgul de carte Bookfest 2013, distins cu Premiul Radio România Cultural, secţiunea Proză, şi cu premiul „Crystal” la Festivalul Internaţional de la Vilenica, Slovenia, în 2014) şi Imperiul fetelor bătrâne (Cartea Românească, 2015), Caiet de cenzor (Polirom, 2017). A scris şi un monolog în trei acte, Cenzura pentru începători, apărut în Austria, în 2014. A publicat volume ştiinţifice despre cenzura comunistă, exilul literar şi bucovinenii deportaţi în Siberia. A beneficiat de burse şi rezidenţe de creaţie

Liliana Corobca: Ich habe meine Texte selber auf Deutsch vorgelesen…

septembrie 30, 2016

http://blog.goethe.de/dlite/archives/149-Liliana-Corobca-Ich-habe-meine-Texte-selber-auf-Deutsch-vorgelesen….html

Liliana Corobca | Foto: privat

…und das Publikum war begeistert!”
Die Bücher der Schriftstellerin Liliana Corobca werden nicht nur in Rumänien und Moldawien, sondern auch in Deutschland und Österreich herausgegeben und gelesen. Wir haben sie über ihr neustes Buch, die Reaktionen deutscher Leser und vieles mehr interviewt.
Die meisten Artikel der deutschen Presse zu deinem Buch waren sehr positiv, ich habe allerdings bemerkt, dass die Änderung des Buchtitels von „Kinderland” zu „Der erste Horizont meines Lebens” nicht von allen Kritikern gut aufgenommen wurde. Warum wurde ein anderer Titel für die deutschsprachige Ausgabe ausgewählt, besonders da der frühere Titel ein deutsches Wort war?
Es war ein Kurzprosaband erschienen und wir mussten einen anderen Titel auswählen. Verlage hüten sich vor solchen Zufällen aufgrund von Urheberrechten (und wahrscheinlich auch wegen des Titels). In einer solchen Situation ist es empfehlenswert, sich einen neuen Titel einfallen zu lassen.
Liliana Corobcas Erfolgsroman erschienen bei Zsolnay, als Taschebuch bei Polirom und bei der Büchergilde Gutenberg
Warum dieser Titel? Hast du ihn ausgewählt?
Ich nicht. Ich bin gefragt wurden, hatte aber keinen guten Einfall, sodass ich nichts vorschlagen konnte. In den folgenden Tagen bekam ich einen Vorschlag des Verlages, mit dem ich einverstanden war, da ich dachte, dass das deutsche Publikum ein ernsteres Publikum ist und dass der Verlag über eine größere Erfahrung verfügt als ich. Die Stelle mit dem Horizont ist autobiographisch und ich war beeindruckt, dass der Verlag sie ausgewählt hat, um den gesamten Roman zu definieren. Es ist keine weinerliche Szene, auch keine zu sentimentale, sie hat etwas entschiedenes, kämpferisches, mutiges wie der Blick des Mädchens auf dem Buchcover. Ich habe meinen Lesern scherzhaft gesagt, dass, da der erste Horizont bereits erobert worden ist, mir nichts anderes übrig bleibt, als weiter zu gehen. Indirekt, symbolisch, ist es auch so. Ich werde auch den zweiten Horizont erobern, den dritten und so weiter. Ein programmatischer Titel. Der neue Titel ist sicherlich nicht besonders poetisch und beschreibt nicht die Problematik des Romans wie es „Kinderland“ machte, aber er definiert mich und ich habe ihn mit Freude akzeptiert.Das Titelbild der deutschen Ausgabe ist vom Paul Zsolnay Verlag ausgewählt worden, um besser mit dem neuen Titel übereinzustimmen. Das Bild gehört dem holländischen Fotografen Marco van Duyvendijk. Es wurde 2000 in Cornești gemacht und das fotografierte Mädchen nennt sich Ioana. Kennst du den Fotografen, warst du an der Wahl des Bildes beteiligt? Weißt du etwas über dieses Mädchen?
Ich bin nicht an der Auswahl des Bildes beteiligt gewesen und kenne weder den Fotografen noch das Mädchen. Aber das Cover hat mir sehr gefallen.

Wo wir gerade von Bildern sprechen, ich habe gesehen, dass du in letzter Zeit Bilder aus deiner Kindheit auf Facebook stellst. Arbeitest du an einem neuen Projekt, hat es etwas mit deinen Bildern zu tun?
Mein neuer Roman hat nichts mit diesen Bildern zu tun. Die Bilder haben einen Bezug zu meiner sowjetischen Kindheit, sie stellen absolvierte Etappen eines Weges dar wie die militärische Erziehung, das Marschieren in der Pionierzeit, Erste-Hilfe Felddienst, Reisen in die Sowjetunion, Feiern und Paraden aus diesen Jahren, welche den heutigen Jugendlichen unbekannt sind, aber auch denen, die in Rumänien geboren wurden. Ich akzeptiere meine Vergangenheit als sowjetisches Kind, ich schäme mich nicht vor ihr, sondern nehme sie an. In den 80ern, als die ersten Dokumente erschienen, die die Verbrechen des Kommunismus dokumentierten, habe ich es abgelehnt dem Komsomol (kommunistische Jugendorganisation in der früheren UdSSR Anm. d. Ü.) beizutreten. Es wäre noch viel zu sagen, aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte.Kannst du uns etwas über den Roman sagen, an dem du arbeitest?
Eine Frau, die bei der kommunistischen Zensurbehörde arbeitet, flieht 1974 aus Rumänien nach Deutschland. Sie ist ein sehr geschätztes Parteimitglied und ihre Flucht verstört ihre Kollegen. Neben diesen Dingen beschäftigte sich diese Frau auch mit der Zerstörung von geheimen Dokumenten, worunter auch die Hefte der Zensoren zählten. Alle dieser Hefte sind zerstört worden und ich habe keines gefunden, egal wie viel ich gesucht habe. Sie wurden in einer Fabrik in Bukarest systematisch zerhäckselt oder aufgelöst. Ich schreibe nun meiner Zensorin den Raub eines solchen Heftes zu. Ich versuche ein Dokument der Zensur wiederherzustellen, welches nicht aufbewahrt worden ist. Ich stelle mir vor, was ein solches Heft enthalten könnte, indem ich Elemente aus der tatsächlichen Vergangenheit der Zensur mit meiner Fantasie kombiniere.

Liliana Corobca mit Ernest Wichner bei Buchvorstellungen in Deutschland
Ernest Wichner ist einer Übersetzern der rumänischen Sprache – wie war die Zusammenarbeit mit ihm?
Ernest Wichner ist nicht nur ein Übersetzer, sondern auch ein Schriftsteller. Ich habe gespürt, dass er es sich manchmal auch wünschen würde, an eigenen Büchern zu arbeiten und nicht nur an der Übersetzung von rumänischen Schriftstellern. Er hat mit sehr guten, prestigeträchtigen und hingebungsvollen Autoren zusammengearbeitet und ich fühle mich geehrt und glücklich, dass er meine zwei Romane übersetzt hat. Es ist mir jedes Mal eine Freunde gewesen, ihn zu treffen.Wie sehr hat es dir bei der Promotion deines Buches geholfen, dass du Deutsch kannst?
Ich kenne die deutsche Sprache nicht so gut wie ich es mir wünschen würde. Ich habe, beispielsweise, weder Lust noch Zeit Romane auf Deutsch zu lesen. Aber es ist um einiges einfacher – und manchmal auch billiger – wenn ein Autor, der sich im deutschen Raum aufhält, keinen Übersetzer braucht, um sich ein Busticket zu kaufen oder auf die Fragen eines Lesers auf Deutsch antworten kann. Ich habe auch bereits Lesungen gehabt, bei welchen ich meine Texte allein auf Deutsch vorgelesen habe und das Publikum war begeistert..

Welchen Auszüge liest du bei deinen Lesungen in Deutschland oder Österreich vor und welche Fragen werden dir im Rahmen dieser Treffen am häufigsten gestellt?
Ich habe keine bestimmten Passagen. Da der Roman aus Fragmenten besteht, kann ich ihn sowohl von Anfang an als auch von der Mitte ab vorlesen. Ich habe die Stelle ausgewählt, an der die Kinder der Meinung sind, dass das Wort „Kinder-Ei” bedeutet, der Teil, in dem einem Kind eine Zecke entfernt wird, das längere Fragment mit dem Horizont. Ich habe auch mit der Stelle, an der die Kinder versuchen eine Ziege zu melken, Erfolg gehabt. Ich habe unglaublich viele Fragen bekommen. Gelegentlich war die Fragenrunde länger als die eigentliche Lesung. Warum heißt das Buch „Der erste Horizont meines Lebens“ und nicht „Kinderland“, was ist das Schicksal heutiger Kinder, hat sich etwas geändert, wie wurde das Buch aufgenommen, wo habe ich Deutsch gelernt, aus welchen Quellen beziehe ich meine Inspiration, wie habe ich mich gefühlt, als ich dieses Thema behandelte etc.

n diesem Jahr ist eine zweite Ausgabe des Buches bei der Büchergilde Guttenberg erschienen, welches einen anderen, abstrakt designten, Umschlag hat. Welcher der beiden Umschläge gefällt dir besser?
Ich habe mich sehr über die prestigeträchtige Ausgabe der Büchergilde Gutenberg gefreut. Und wenn der Umschlag der ersten Ausgabe ein wunderschönes realistisches Bild besitzt, war es zu erwarten, dass der zweite Umschlag eher abstrakt gehalten sein würde. Beide sind wunderbar und sehr professionell. Das entschiedene Gesicht des Mädchens zieht eher Blicke auf sich und spricht ein größeres Publikum an. Die zweite Ausgabe richtet sich an ein eher gebildetes Publikum. Die Bücher, die nach Kinderland kommen sind ein bisschen weniger intellektuell, glaube ich. Ich denke, dass ein ähnlicher Umschlag auch bei meinem im letzten Jahr in Rumänien erschienenen Roman Imperiul fetelor bătrâne („Das Reich der alten Mädchen“) funktionieren würde. Beide Bilder gehen mir ans Herz.Wie wurde „Kinderland” in Rumänien, in Moldawien und in den deutschsprachigen Regionen aufgenommen? Kannst du einen Vergleich ziehen?
Mir ist ein Unterschied aufgefallen. Mein Roman ist für das deutsche Publikum oft ein willkommener Vorwand gewesen, um sich einen Eindruck vom Land zu verschaffen. Die deutschen Kritiker haben Moldawien, seine komplizierte politische Situation und das Problem der verlassenen Kinder als ein tragisches Phänomen behandelt, was in deutschen Ländern gänzlich unbekannt ist. Daher war die Rezeption überwiegend auf soziale Aspekte fokussiert. In Rumänien, wo dieses Phänomen ebenso wie in Moldawien sehr verbreitet ist – von den Eltern verlassene Kinder werden dort „Kinder der Erdbeerenpflücker“ genannt – wurde der Roman mehr hinsichtlich seiner literarischen Qualität, der literarischen Realisierung kommentiert. In Moldawien kam das Buch erst später an, da es in Rumänien herausgegeben wurde. Erst die zweite Ausgabe, die bei Polirom erschien (das erste Buch erschien bei dem Verlag Cartea Românească), konnte intensiv gelesen werden. Die Anzahl der kulturellen Publikationen nimmt dort von Mal zu Mal ab. Es wurde ernsthaft und aufmerksam darüber geschrieben, sowohl über den Roman als ästhetische Realisierung, als auch über das soziale Problem, welches er generiert hat. Leider ist das Konzept der Buchvorlesung, bei welchem man einem Publikum Fragmente vorliest und mit ihm in einen Dialog tritt, weder in Rumänien noch in Moldawien hinreichend ausgearbeitet.


Du hast mit einem österreichischen Künstler zusammengearbeitet. Woran?
Ich glaube, du meinst Die Zensur. Für Anfänger – Monolog in drei Akten. Ich bekam von Christian Thanhäuser, der sowohl Küstler als auch Verleger ist, die Einladung, einen Monat in Ottensheim an der Donau zu verbringen. Er hat mir vorgeschlagen, ihm nicht mehr als dreißig Seiten zu schreiben. Ich nahm an. Für mich war es eine Herausforderung, etwas so kurzes zu schreiben. Und da ich mich gerade mit der Zensur beschäftigte, habe ich mit den Monolog eines alten und erfahrenen Zensors vorgestellt, der sein Handwerk einem jüngeren lehrt. Das Ergebnis war ein poetisches und untypisches Buch. Zweisprachig, mit sechs Zeichnungen von Christian, von denen eines ein Poträt von Ceaușescu ist, wurde es 2014 vom Thanhäuser Verlag in Ottensheim herausgegeben. Ich bin gefragt worden, ob ich es nicht auch in Rumänien publizieren würde, hier ist es aber unbekannt geblieben. Ich denke darüber nach, noch an zwei Teilen (Fortsetzungen) zu arbeiten, Zensur für Anfänger und danach Zensur für Fortgeschrittene, um sie zu publizieren.

Vielen Dank für das Gespräch.

Aus dem Rumänischen von Valentin Hermann Gheorghe Munteanu

Liliana Corobca geboren 1975 in Saseni-Calarasi / Moldawien, ist Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin und lebt in Bukarest. Sie hat mehrere Bücher über die Zensur der Literatur im kommunistischen Rumänien veröffentlicht. 2010 erschien ihr Roman Ein Jahr im Paradies (Edition Merz / Solitude) auf Deutsch, im Herbst 2015 ist bei Zsolnay der Roman Der erste Horizont meines Lebens erschienen.
Geschrieben von

Marius Weber

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Lecturi in Austria

noiembrie 21, 2015
Literaturhaus Salzburg

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Minoriten Graz

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Buch Wien

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Kinderland de Liliana Corobca – Turneu de promovare a traducerii romanului în Austria

noiembrie 10, 2015

http://www.rkiwien.at/eveniment/12-noi/kinderland-de-liliana-corobca-turneu-de-promovare-a-traducerii-romanului-in-austria

Kinderland de Liliana Corobca - Turneu de promovare a traducerii romanului în Austria

Liliana Corobca se va afla în Austria în perioada 12-17 noiembrie, cu ocazia publicării romanului său Kinderland în traducere în limba germană la Editura Paul Zsolnay. Der erste Horizont meines Lebensva fi prezentat la Graz, Viena şi Salzburg în cadrul unor manifestări prilejuite de Săptămâna literaturii (Lesefestwoche) la care va participa şi traducătorul Ernest Wichner, directorul Literaturhau Berlin. Turneul organizat de editura austriacă Paul Zsolnay va continua în Germania şi se va încheia în data de 4 decembrie la Passau.

Volumul „Kinderland“ spune povestea Cristinei, un copil nevoit să devină „mamă“ responsabilă pentru cei doi fraţi mai mici, atunci când părinţii pleacă la muncă în străinătate. Universul unui sat moldovenesc contemporan, populat în majoritate de copii şi bătrâni, este privit din perspectiva acestei fetiţe de 12 ani. Într-o lume aflată în criză, copiii învaţă, din propriile experienţe, să lupte şi să supravieţuiască în aşteptarea împlinirii unui singur vis: întoarcerea părinţilor acasă.

Liliana Corobca (n. 10 octombrie 1975, Săseni, Republica Moldova) este absolventă a Facultății de Litere din cadrul Universității de Stat din Moldova (1992-1997) și doctor în litere la Universitatea din București. În perioada 2002-2011 fost cercetător ştiinţific la Institutul de Istorie şi Teorie Literară „George Călinescu“ din Bucureşti, iar în prezent este editor, expert în domeniul „exilului românesc“ și cercetător la Institutul de Investigare a Crimelor Comunismului și Memoria Exilului Românesc (IICCMER). Din anul 2007 este membră a Uniunii Scriitorilor din România.

Liliana Corobca este cunoscută pentru activitatea sa literară, cărţile sale fiind traduse în limba italiană, germană şi slovenă. Volumele Un an în paradis(2011) şi Kinderland (2015) au fost traduse în limba germană de Ernest Wichner. Autoarea a beneficiat de burse şi rezidenţe de creaţie în Germania, Austria, Polonia şi Franţa. În anul 2014 a reprezentat România la Vilenica International Literary Festival, Festivalul Internațional de Literatură din Leukerbad și la Târgul de Carte de la Frankfurt. Volume publicate:Negrissimo (Ed. Arc, Chişinău, 2003), Personajul în romanul românesc interbelic (teză de doctorat, Editura Universităţii din Bucureşti, 2003), Un an în Paradis (Ed. Cartea Românească, 2005, tradus în limba italiană în 2009 şi în limba germană în 2011), Kinderland (Ed. Cartea Românească, 2013, nominalizat la Premiul „Augustin Frăţilă), Controlul cărţii. Cenzura literaturii în regimul comunist din România (Ed. Polirom, 2014) şi Cenzura pentru începători (Ed. Tannhäuser, 2014). Liliana Corobca a obţinut premiul „Prometheus“ pentru debut al revistei „România literară“, premiul pentru debut în proză al Uniunii Scriitorilor din Republica Moldova, Premiul pentru Proză pe anul 2013, oferit de Radio România Cultural pentru romanulKinderland şi Premiul „Cristal“ la Festivalul Internaţional de la Vilenica.

„Ceea ce face special romanul este, desigur, naraţiunea fetei. Un Guliver de numai 12 ani priveşte societatea moldovenească în tranziţie, care prinde contur într-o colecţie de întâmplări din realitatea imediată. (…) Notaţiile oscilează între percepţia naivă a unui minor şi observaţia lucidă, distant-ironică, ce nu exclude empatia şi căldura umană, a autoarei. În rezultat avem un reportaj viu asupra unor evenimente din prezent, unul indirect însă, filtrat prin destinul unui copil hipersensibil şi cu o personalitate complexă. Deşi corelează povestea fetei cu experienţa sa de copil, autoarea nu se înscrie în genul tradiţional al amintirilor. Lumea descrisă este lipsită de idilismul cathartic, nu şi de o oarecare poezie, şi receptată în concreteţea ei.“ (Aliona Grati, Revista Timpul)

„Kinderland este al treilea roman semnat de Liliana Corobca şi cel care o impune pe autoare în prima linie valorică a prozei de azi. El e totodată un semn: că romanul autohton s-a schimbat şi se schimbă sensibil, pentru a putea integra o dinamică socială şi o acceleraţie existenţială de multe ori dramatice. Trebuie să recunosc că am aşteptat acest roman, aşa cum am aşteptat romanul copilăriei generaţiei „decreţeilor”, dat de Radu Pavel Gheo în Noapte bună, copii!.“ (Daniel Cristea-Enache, Observator cultural, nr. 689)

 

GRAZ

Joi, 12 noiembrie, ora 20.00

Kulturzentrum bei den Minoriten Graz (Mariahilferpl. 3, 8020 Graz)

Lectură şi discuţie cu publicul (Liliana Corobca şi Ernest Wichner)

 

VIENA

Vineri, 13 noiembrie, ora 18.00

BW/MUSA Museum Startgalerie Artothek (Felderstraße 6-8, 1010 Vienna)

Lectură şi discuţie cu publicul (Liliana Corobca şi Ernest Wichner)

 

Sâmbătă, 14 noiembrie, ora 10.30

Buch Wien / Literaturcafe (Messe Wien, hala D, Trabrennstraße, 1020 Viena)

Lectură şi discuţie cu publicul (Liliana Corobca şi Ernest Wichner)

 

Sâmbătă, 14 noiembrie, ora 16.00

Buch Wien / Donau Lounge (Messe Wien, hala D, Trabrennstraße, 1020 Viena)

Lectură şi discuţie cu publicul (Liliana Corobca şi Ernest Wichner)

 

SALZBURG

Luni, 16 noiembrie, ora 19.30

Literaturhaus Salzburg (Strubergasse 23, 5020 Salzburg)

Lectură şi discuţie cu publicul (Liliana Corobca şi Ernest Wichner)

Der erste Horizont meines Lebens

noiembrie 8, 2015

http://www.kultum.at/?d=der-erste-horizont-meines-lebens#.Vj-YLrcrLIV

 

Kulturzentrum bei den Minoriten

© Petrina Hicks

ie moldawische Schriftstellerin Liliana Corobca wählt in ihrem eben bei Zsolnay erschienenen Roman „Der erste Horizont meines Lebens“ die Perspektive eines zwölfjährigen Mädchens, um das Leben in einem Dorf zu erzählen, das fast nur noch von Kindern und Alten bewohnt wird, weil die Eltern weit weg beim „langen Geld“ sind.

Ost_West
LESUNG: Liliana Corobca
EINFÜHRUNG und MODERATION: Ernest WICHNER
LESUNG der ÜBERSETZUNG: Ninja REICHERT

Behutsam und ans Herz gehend öffnet Liliana Corobca den Imaginations- und Vorstellungshorizont von Kindern, die sich selbst überlassen sind und mit Tapferkeit und Angst, mit Witz und Mut, mit Chuzpe und unter tiefen Verlassenheitsgefühlen den Alltag meistern. Liliana Corobca entwickelt eine Kunst-Sprache, die einfach ist und sich Wendungen aus der Erwachsensprache leiht, dabei linkisch verfährt und immer wieder stolpert. In dieser Sprache evoziert sie Bilder, die die Not wie den Überlebenswillen der Kinder eindringlich vor Augen führen, ohne jemals den moralischen Zeigefinger zu heben. Das Warten ist wie ein kleines Tier, weder ein Haustier noch ein wildes Tier, mal brav und schläfrig, mal böse und entfesselt.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Rumänischen Kulturinstitut Wien, mit ISOP, dem Internationalen Haus der Autorinnen und Autoren Graz, unterstützt durch die Kulturvermittlung Steiermark.

 

Termine

Do. 12.11.201520:00 Uhr

Der erste Horizont meines Lebens

  • ImCUBUS, Graz

Buchpräsentation: Liliana Corobca „Der erste Horizont meines Lebens”, 13.11., MUSA, Wien

octombrie 30, 2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

wir laden Sie herzlich zur Buchpräsentation im MUSA ein:

Liliana Corobca präsentiert ihren neuen Roman Der erste Horizont meines Lebens

im Gespräch mit Elke Schmitter (Der Spiegel).

Übersetzung und deutsche Lesung von Ernest Wichner.

 

 cid:image001.jpg@01D10D7D.AD6EFC20 Freitag, 13.11.2015

18:00 Uhr

 

MUSA

Museum Startgalerie Artothek

Feldererstraße 6-8

1080 Wien

 

 

Gebunden, 192 Seiten

ISBN 978-3-552-05732-6

Preis: 19,50 € (A)

Übersetzt aus dem Rumänischen

von Ernest Wichner

Zsolnay Verlag

 

„Liliana Corobca gelingt es mit

ihrem beharrlichen Blick aufs Detail,

der fast schon an die

emotionale Schmerzgrenze reicht,

die kosmische Einsamkeit dieser

Kinder in Worte zu fassen.“

 

Dirk Schümer, Die Welt

 

 

Weitere Termine:

 

12.11.: Graz

14.11.: BUCH WIEN

16.11.: Salzburg

27.11.: Berlin

28.11.: Bad Saarow

29.11.: Heidelberg

02.12.: Langenau

03.12:  Ulm

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Die harte Realität eines moldawischen Mädchens – geschildert von einer beeindruckenden neuen literarischen Stimme.

Die zwölfjährige Cristina kümmert sich um alles: Sie kocht, putzt, füttert die Hühner und Schweine und ist Elternersatz für ihre jüngeren Brüder. Die Geschwister leben in einem Dorf in Moldawien, während die Mutter in Italien fremde Kinder hüten muss und der Vater in Sibirien arbeitet. Dabei ist Cristina eigentlich in Cousin Lucian verliebt, träumt vom ersten Kuss und einer besseren Zukunft. „Das Warten ist wie ein kleines Tier, weder ein Haustier noch ein wildes Tier, mal brav und schläfrig, mal böse und entfesselt.“

Eine einprägsame Geschichte in starken Bildern, geschildert aus der Sicht von Kindern, die am Rande von Mitteleuropa alleine zurückbleiben.

 

Liliana Corobca, geboren 1975 in Saseni-Calarasi / Moldawien, ist Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin und lebt in Bukarest. Sie hat mehrere Bücher über die Zensur der Literatur im kommunistischen Rumänien veröffentlicht. 2010 erschien ihr Roman Ein Jahr im Paradies (Edition Merz / Solitude) auf Deutsch.

 

In Zusammenarbeit mit:

 

     

 

Lectură la Berlin

ianuarie 21, 2015
Literaturhaus Berlin, Kaminraum

Literaturhaus Berlin, Kaminraum

O carte, două limbi. Eveniment organizat de ICR Berlin.
Lectură din romanul Kinderland.
Foto: Daniela Duca.
3 decembrie 2014.

EIN BUCH ZWEI SPRACHEN – VI. LESUNG MIT LILIANA COROBCA UND ERNEST WICHNER

noiembrie 30, 2014

http://www.icr.ro/berlin-1/events/ein-buch-zwei-sprachen-vi-lesung-mit-liliana-corobca-und-ernest-wichner.html

EIN BUCH ZWEI SPRACHEN – VI. LESUNG MIT LILIANA COROBCA UND ERNEST WICHNER
Mittwoch, 03 dezember 2014 20:00Literatur

Ort: Literaturhaus Berlin, Fasanenstrasse 23, 10719 Berlin
Uhrzeit: 20.00

Zusammen mit dem Literaturhaus Berlin stellt das RKI Berlin im Laufe dieses Jahres sechs rumänische Schriftsteller vor, die in den letzten Jahren Bücher publiziert haben, deren Veröffentlichung in deutscher Sprache beabsichtigt ist. Die letzte Lesung der Serie „Ein Buch, zwei Sprachen” ist der Autorin Liliana Corobca und dem Buch, „Kinderland” gewidmet. Bei der Lesung nehmen die Autorin selbst sowie ihr Übersetzer, Ernest Wichner, teil.

Liliana Corobcas Roman „Kinderland“ ist eine Geschichte über die verlassene Jugend Moldawiens. Er erzählt von drei kleinen Kindern in einem moldawischen Dorf, deren Eltern sich zum Gelderwerb im Ausland befinden. Die Kinder bleiben sich selber und den rauhen Sitten des Dorfes überlassen.

Liliana Corobca ist eine rumänische Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin. Sie hat mehrere Bücher über die Zensur der Literatur im kommunistischen Rumänien veröffentlicht, zuletzt »Bücherkontrolle. Die Zensur der Literatur während des kommunistischen Regimes in Rumänien« (2014); 2010 erschien ihr Roman „Ein Jahr im Paradies“ (Edition März/Solitude) in deutscher Übersetzung. 2013 erschien ihr letzter Roman „Kinderland“ bei dem rumänischen Verlag Cartea Românească.
Ernest Wichner ist ein deutscher in Rumänien geborener Schriftsteller und Übersetzer. Er war Gründungsmitglied des zwischen 1972 bis 1975 bestehenden Schriftstellerkreises Aktionsgruppe Banat. 1975 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über, wo er auch heute als Autor, Literaturkritiker, Übersetzer und Herausgeber lebt. Seit 2003 ist er Leiter des Literaturhauses Berlin. Er ist einer der bedeutendsten Übersetzer rumänischer Literatur in die deutsche Sprache.

Lansare Kinderland 2 iunie 2013

iunie 16, 2013
Lansare Kinderland

Lansare Kinderland