Archive for Ianuarie 2016

Eine Stimme für die verlassenen Kinder Moldawiens, von Jan Koneffke

Ianuarie 30, 2016

Kinder spielen auf einem Spielplatz in einer Plattenbausiedlung in Ribniza, Transnistrien. (dpa / Robert B. Fishman)

Mal in Briefen an die Eltern, mal im Selbstgespräch, berichtet die Romanheldin Cristina, klug und altklug, naiv und frühreif, komisch und poetisch von den Ängsten, Sorgen und Mühen des Alltags, den sie und die Brüder bestehen müssen. (dpa / Robert B. Fishman)

Liliana Corobca: „Der erste Horizont meines Lebens”Eine Stimme für die verlassenen Kinder Moldawiens

In den osteuropäischen Ländern leben viele tausend Kinder, deren Eltern als Arbeitsemigranten durch Europa ziehen. Die moldawische Schriftstellerin Liliana Corobca hat sich in ihrem Roman „Der erste Horizont meines Lebens” dem Schicksal dieser verlassenen Kinder gewidmet und ihnen so eine Stimme verliehen.

Von Jan Koneffke

http://www.deutschlandfunk.de/liliana-corobca-der-erste-horizont-meines-lebens-eine.700.de.html?dram:article_id=343814

Bald nach dem blutigen Sturz Nicolae Ceausescus gingen grausige Bilder aus den Waisenhäusern Rumäniens um die Welt: Das Anstaltspersonal hatte die eltern- und schutzlosen Kinder nicht nur aufs Abscheulichste misshandelt, sondern auch beinahe verhungern lassen. Im Verlauf der 90er-Jahre wiederum war oft von den Straßenkindern Bukarests die Rede, die in der Kanalisation lebten und Klebstoff schnüffelten.

Von einem anderen skandalösen Phänomen der jüngeren Zeit hört man hingegen wenig bis gar nichts, sei es, weil es zwar massenhaft, aber wesentlich unauffälliger auftritt, sei es, weil es das wirtschaftliche Ungleichgewicht und die Armut in der Europäischen Union selbst betrifft und keinem kommunistischen oder postkommunistischen Regime in die Schuhe geschoben werden kann:

In den osteuropäischen Ländern leben abertausende von Kindern ohne ihre Eltern, die als Arbeitsemigranten kreuz und quer durch Europa ziehen. Diese verlassenen Kinder werden teils von den Großeltern versorgt, teils bleiben sie völlig allein und der Willkür der Erwachsenenwelt ausgeliefert.
Es ist das Verdienst Liliana Corobcas, den verlassenen Kindern eine Stimme verliehen zu haben.

Individuelle Stimme der kleinen Heldin Cristina

Das Buch der Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin, die schon mehrere Forschungsarbeiten über die Zensur im kommunistischen Rumänien veröffentlicht hat, erfüllt aber keineswegs nur eine soziale Funktion, indem es auf ein so krudes, wie unbeachtetes Phänomen aufmerksam macht. Corobcas Roman überzeugt auch literarisch durch die ganz und gar individuelle Stimme ihrer kleinen Heldin Cristina.

Auf Rumänisch hatte das Buch übrigens einen deutschen Titel: „Kinderland”, den der österreichische Verlag, wenig plausibel, durch „Der erste Horizont meines Lebens” ersetzt hat. Doch gibt es zum Originaltitel eine Geschichte. In den frühen 90er-Jahren erhielten moldawische Kinder humanitäre Hilfe aus dem Westen, in Form von Schokoladeneiern – Kinderschokolade.

Liliana Corobca: „Daran erinnere ich mich noch, ich war Schülerin, nicht mehr wirklich ein Kind, ich besuchte die letzten Klassen des Gymnasiums, und sogar ich glaubte, dass ‘Kinder’ ‘Eier’ bedeutet. Von diesem Missverständnis bin ich ausgegangen. Vermutlich denken viele in Moldawien, dass dieser deutsche Titel eigentlich ‘Eierland’ bedeutet.”

„Kinderland” passt aber auch deshalb besser, weil die Kinder im Buch fast unter sich bleiben. Angesiedelt ist die Geschichte in einem Dorf der ehemaligen Sowjetrepublik und heutigen Republik Moldawien am äußersten Rand Südosteuropas, dem einstigen Bessarabien, das bis 1940 Teil Großrumäniens war und in dem, trotz Stalinscher Umsiedlungspolitik, die Mehrheit der Bevölkerung noch immer Rumänisch spricht – doch könnte sie ebenso gut in einem Dorf der EU-Länder Rumänien oder Bulgarien spielen.

Liliana Corobca, die vor einigen Jahren im heimischen Moldawien an einem Forschungsprojekt arbeitete, kam durch eine Beobachtung zu ihrem Stoff:

„Normalerweise ging ich zu meinen Eltern nach Hause. Eines Abends kam ein Handwerker mit einem kleinen Jungen, der ein sonderbares Verhalten an den Tag legte, nicht spielen und nicht kommunizieren wollte, wir gaben ihm einen Ball, aber er schaute immer nur zu seinem Vater, das schien mir völlig unnatürlich für einen kleinen, normalen Jungen, er war auch sehr ängstlich, konzentriert blickte er seinen Vater an, und dann meinte meine Mutter zu mir, dass dieses Kind das Ergebnis der letzten Auswanderungswelle sei.”

Die Geschichte handelt von der zwölfjährigen Cristina und ihren kleinen Brüdern Dan und Marcel. Nach einem Romananfang, der wie ein Film anhebt und den weinenden Dan in der Weite des öden und halbleeren Dorfes zeigt, während seine Schwester auf der Suche nach einem Erwachsenen ist, der die Zecke entfernen könnte, die sich in seinen Bauch bohrt, wechselt die Erzählung bald in die erste Person.

„Da es Zehntausende von diesen Kindern gibt, wird eine andere Generation heranwachsen”

Mal in Briefen an die Eltern, mal im Selbstgespräch, berichtet Cristina, klug und altklug, zärtlich und voller Sehnsucht, naiv und frühreif, komisch und poetisch von den Ängsten, Sorgen und Mühen des Alltags, den sie und die Brüder bestehen müssen. Die Mutter der Kinder arbeitet in Italien, wo sie fremde Kinder betreut, der Vater hingegen in Russland. Beide kommunizieren mit den Kindern per Telefon, schicken Geld, Kleidung und Lebensmittel.

Und Cristina, die naiv und trotzig darauf beharrt, dass es im heimischen Moldawien noch immer am „allerschönsten” sei, tröstet den Bettnässer Marcel, der sich auf einen Schemel vors Haus hockt und diesen Platz nicht mehr verlassen will, bis der Vater heimkehrt, mit den vielen Beispielen der von ihren Säufervätern verprügelten Kinder:

„Siehst du, Dummerchen, was ein Vater tut? Und du jammerst Tag und Nacht. Ein Vater fehlt dir, damit du mit eingeschlagenem Kopf rumlaufen kannst, Blut in der Nase, hungrig und verdroschen, und dich bei den Nachbarn verstecken musst? Siehst du, alle Kinder kommen zu uns, weil es ohne Väter besser ist.”

Liliana Corobca (Deutschlandradio / Jana Demnitz)

Die moldawische Autorin Liliana Corobca (Deutschlandradio / Jana Demnitz)
Liliana Corobca: „Ich habe mich in die Figur hinein versetzt, und dachte dabei, da es Zehntausende von diesen Kindern gibt, wird eine andere Generation heranwachsen, die eines Tages erwachsene Mitbürger sein werden, und mich hat die Entwicklung dieser Kinder interessiert, und so habe ich versucht, mir jede Etappe dieser Entwicklung vorzustellen, all die kleinen Ereignisse, die diese Kinder erleben.”

Cristina wird der anderen Kinder kaum Herr, die aus den umgebenden Straßen ins Haus kommen, um Schutz zu suchen und vor Hunger sogar „trockenes Brot mit einem solchen Appetit” verzehren, „als wäre es mit schwarzem Kaviar bestrichen” – und beschließt, wenn sie einmal Kinder haben werde, sie im „Geist der Sanftmut” zu erziehen. Sie dringt bei den Brüdern darauf auf Programm, nämlich erst um 8 Uhr abends, zu weinen, denn es gäbe einfach zu viel zu tun.

„Ich habe es wieder vergessen, aber Marcel kam eines Abends mit den Fotografien von Vater und Mutter und sagte: Lasst uns weinen, es ist acht Uhr!” Von anrührender Komik ist es auch, wenn Cristina mit der Hilfe unerfahrener und umso ängstlicherer Kinder eine Ziege melken muss, die das Tier anschauen, „als wäre es ein Krokodil.” Überhaupt ist die Angst in diesem Kinderkosmos stets präsent und wird von der jungen und sich selbst zur Vernunft erziehenden Erzählerin kurzerhand zur „Krankheit” erklärt.

Liliana Corobca hat einen so kindlichen, wie vor der Zeit erwachsen gewordenen Charakter erschaffen, mit dem man nicht anders als mitleiden kann. Darüber hinaus verleiht ihre Sprache dem rückständigen Dorfleben die größte Anschaulichkeit.

„Ohne, dass ich mir dies zunächst vorgenommen hätte, aber durch die Augen von Kindern ist es leichter, bestimmte Wahrheiten auszusprechen, Kinder reden sehr aufrichtig, ohne vorgefasste Meinungen oder Verurteilungen, sie spielen mit dem, was um sie herum geschieht, und das hat mir erlaubt, die gegenwärtige Welt eines moldawischen Dorfes darzustellen, eines Dorfes im Niedergang, sei es ökonomisch, sei es geistig.”

Aus Sicht der kleinen Heldin ist das von der Katze bedrohte Schwalbennest im Hühnerstall ebenso bedeutsam wie der die Kinder bestehlende Nachbar – denn in dieser Welt ist arm, wer zu Hause bleibt und nicht nach dem „langen Geld” in die Fremde aufbricht. Krude wiederum liest sich die Geschichte um den Hundequäler Ștefănel. Als das gepeinigte Tier stirbt, wird der sadistische Junge verrückt. Mit dem magischen Denken ihrer Welt vertraut, stellt sich Cristina vor, der gequälte Hund sei in sein Herrchen gefahren.

„Das Lachen eine Erlösung, auch für den Leser”

Dann wieder macht sie sich über die Behauptung der Mädchen lustig, dass Brüste durch schwere Arbeit wachsen: „So viel wie ich arbeite, müsste ich schon zwei Kanister haben … Ich will keine Kanister bis zum Nabel.” „Ich bin eine erfüllte Person und beinahe schon ein großes Mädchen”, meint die Zwölfjährige, die sich, als sei sie eine Alte, Gedanken über die nachfolgenden Generationen macht: „Nun wachsen diese jungen Generationen heran, die sich erst küssen und dann laufen lernen.” Aus der Komik, die das tragische Geschehen dieses Buches begleitet, hat Liliana Corobca ein ästhetisches Programm gemacht.

„Und so ist das Lachen, auch im Roman, eine Hilfe, um nicht zu verzweifeln und sein seelisches Gleichgewicht zu bewahren, denn manchmal ist alles sehr schwer, sehr traumatisch, und so ist das Lachen eine Erlösung, auch für den Leser, der versucht, nachzuempfinden, was ich geschrieben habe, aber ich habe das tatsächlich aus der Perspektive jener gemacht, die diese Dinge durchleben und durchleiden.”

Tragikomisch ist auch der Schluss des Romans: Mitfühlend wie sie ist, will die vor Sehnsucht vergehende Cristina gar nicht daran denken, sich den Tod der Großmutter zu wünschen, „damit Mutter und Vater sogleich nach Hause kommen.” Doch genau damit endet das von Ernest Wichner blendend übersetzte Buch: mit dem Tod der Großmutter und Cristinas Tränen – vor Kummer und vor Freude.

Liliana Corobca: „Der erste Horizont meines Lebens”
Roman. Aus dem Rumänischen von Ernest Wichner.
Zsolnay Verlag, Wien 2015, 192 Seiten, 18,90 Euro.

 

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Năpârlire – o cronică la „Imperiul fetelor bătrâne”

Ianuarie 19, 2016

Năpârlire

Constantin Piștea

Publicat la: 18-01-2016

http://revistatimpul.ro/view-article/2932

 

Liliana Corobca, Imperiul fetelor bătrâne (Editura Cartea Românească, 2015)

Despre cartea sa, Imperiul fetelor bătrâne, Liliana Corobca a vorbit ca despre o piele fermecată de care s-a desprins odată cu publicarea ei. S-a identificat cu ea multă vreme, dar venise vremea desprinderii. A schimbării pielii. A năpârlirii. Așa am interpretat-o eu, ca pe o năpârlire, mai ales datorită faptului că, deși primele pagini te introduc într-o serie de portrete și situații amuzant-ironice, cu ritm de povestire, romanul se transformă surprinzător în altceva, cu totul diferit. De fapt, cred că prima parte a acestui „roman sentimental”, după cum este subintitulată cartea (doar pe pagina de titlu, nu și pe copertă), te poate induce ușor în eroare, și nu neapărat înspre folosul autoarei.

Suntem într-un soi de cămin studențesc, o colectivitate exclusiv feminină, în care se gătește într-o bucătărie comună, iar fetele fură din când în când din oalele colegelor. Naratoarea, Rafira Sic, se delimitează de la bun început ca o ființă specială, mai ales că, atunci când colegele nu se încumetă să gătească o curcă („Ele au principii și nu vor să gătească!”), ea este cea care o pune la fiert, iar când vine vorba despre ghicitul ursitei cu ajutorul picăturilor de ceară, numai la ea picăturile respective nu rămân la suprafață, căutându-se reciproc, precum jumătățile încă nedescoperite, ci se duc la fund, fără explicație. Rafira e, chiar prin numele ei, o tânără deosebită. Termenul apropiat din ebraică ar însemna „capră”, ceea ce – și ea este conștientă de asta – e chiar o potrivire interesantă. „Perfect nume pentru o fată bătrână! Potrivit pentru mine și animalul! Și înainte îmi erau simpatice caprele, de acum înainte însă vor fi preferatele mele. De asta nu mă mărit. Bărbații vor oi supuse, nu capre îndărătnice care merg împotriva turmei și nu recunosc nici o autoritate. Niciuna, stimabililor!”

Liliana Corobca revine la motivul caprei, după ce în romanul său precedent, Kinderland, naratoarea compara sosirea mamelor acasă cu întoarcerea caprelor din povești: „tremurând de emoție și de teamă, le așteaptă iezii acasă, nu i-a mâncat lupul?”. Tot despre singurătate și așteptare este vorba și aici, doar că mobilul golului nu e mama, ci bărbatul, a cărui lipsă devine chiar o anormalitate, ceva de ordin patologic. În căminul duduind de feminitate, orice prezență masculină este binevenită, căutată, urmărită, bârfită, invidiată, chiar cerșită. Printre poveștile ușor amuzante, dar mai degrabă ironice din prima parte, se strecoară durerea provenită nu neapărat dintr-o nevoie intimă, ci mai degrabă din teama de marginalizare socială.

Ulterior, fără avertisment, povestea se liricizează și se fragmentează și mai tare decât la început. Nu mai sunt povești de cămin, ci gânduri, „note, stări, zile”. Proza realistă, cu inserturi simbolice lasă locul istoriei spațiului delimitat de autoare ca „imperiul fetelor bătrâne”. Aici am găsit că statutul nu mai este condamnabil, ci chiar o alternativă de luat în seamă, că virginitatea n-ar fi chiar o pacoste, ci un lucru asumat, până la urmă, o virtute. Puține sunt cele alese să îmbrace o astfel de piele. Puține ajung atât de sus în materie de curățenie interioară. „Sus de tot, fetele nici nu s-au sărutat în viața lor. Ați văzut vreodată ce privire au acele ființe? De-ați ști și ce puteri au ele! Nu subestimați puritatea apei cristaline.”

Până la urmă, cred că frumusețea acestei cărți stă tocmai în schimbarea de registru. De la „simpla” proză la note emoționale, poetice, la istorie („Imperiul fetelor bătrâne a fost înregistrat pentru prima dată în catastiful imperiilor în anul 1311…”) și, în final, la vise, Liliana Corobca pare să fi căutat explicații în fiecare zonă exploatabilă literar. A suferit la despărțirea de o pisică mângâiată pe stradă, după care și-a personificat suferința ca pe o cățelușă care o urmărește dintr-o stație de autobuz. A definit în fel și chip fata bătrână și a conjugat singurătatea cum numai un suflet de poet ar putea (ori unul de fată bătrână). A clasat, declasat, ironizat („Bărbatul ideal al intelectualelor nici nu are chip. În aerul învăluitor al camerei secrete plutesc doar cuvinte, replici, argumente dure, întrebări demne de un Sfinx implacabil, la care ele răspund și merg mai departe. Așa iubesc ele. Clientele cele mai fidele ale camerei enigmatice și ale Imperiului”), așadar s-a tot întins, încercând să atingă limitele spațiului nu chiar imaginar al fetelor bătrâne. Iar la final a spus că a ieșit din această experiență îndelungată „mai puternică, mai optimistă, mai veselă”. Cu o piele nouă, cu o carte nouă, ca o femeie nouă.

 

Interviu cu scriitoarea Liliana Corobca

Ianuarie 18, 2016
Interviu cu scriitoarea Liliana Corobca
„In fiecare roman pornesc cu o miza sociala puternica si plonjez in fantastic“
Eli Badica

Dupa Gaudeamus si FILB am inceput sa citesc Imperiul fetelor batrane, noul volum semnat de Liliana Corobca, aparut la Cartea Romaneasca in noiembrie 2015. Daca prima parte a cartii se citeste cu zambetul pe buze (si, ocazional, cu momente de ras copios) – in ciuda tristetii apasatoare si a numeroaselor fragmente prozopoetice, sunt acolo intamplari ale fetelor de la caminele studentesti absolut savuroase –, prin cea de-a doua parte inaintezi mai greu, ca prin mal, dai peste pagini fantastice, intri intr-un imperiu cu totul si cu totul atipic, dominat de un razboi continuu. Imperiul fetelor batrane este un roman complex care te strange in chingile lui si-ti provoaca multe intrebari. O mare parte dintre intrebarile care mi-au ramas in minte dupa ce am inchis cartea se regasesc, asadar, in interviul de mai jos, interviu pe care va invit sa-l cititi in tihna.

Ai vorbit in diverse interviuri, in repetate randuri, succint, despre Imperiul fetelor batrane. Ai lucrat la acest volum din 2005, cu intermitente. De ce ai asteptat atat de mult pana la incheierea lui? Ce nu functiona? Si ce stadii intermediare a avut?

 

Poate ca nu am avut mult timp curajul sa termin aceasta carte, au fost si proiecte mai pretentioase carora le-am acordat prioritate. Nu stiu daca nu functiona ceva neaparat, dar era cartea de care cred ca nu mi-am dorit sa ma despart. La un moment dat, am vrut sa am si ceva de rezerva, ceva pentru zile negre, romanul meu de sertar. Mai erau acolo pagini prea sincere despre singuratate, iar eu nu sunt (prea) exhibitionista. Scriu mai mult ca sa ma imbrac, nu ca sa ma dezbrac. Pana la urma, poate ca am publicat cartea si dintr-o superstitie: ca sa scap de pielea fermecata a singuratatii mele… Si am predat-o editurii imediat ce (am hotarat ca) am terminat-o. Trei stadii a avut: prima data s-a numit Rafira Sic (un sfert era format din citate despre fete batrane si manipulare), al doilea stadiu, cel mai lung, s-a numit (deja) Imperiul fetelor batrane, l-am propus la Akademie Schloss Solitude, acolo am avut si lecturi bilingve din romanul neterminat, care s-au bucurat de succes (a fost primul text tradus de Ernest Wichner); nu gaseam insa finalul potrivit. Si ultimul stadiu, cand am introdus partea a doua a cartii, agresiva, cruda, a fost scurt si intens si a durat cam un an. Am scris ultima parte cu frenezie ca, in sfarsit, ma eliberez.

 

„De ani de zile imi spuneam ca nu pot publica asa ceva pana cand nu ma marit“, dezvaluiai in textul din prezentarea cartii. Iti era teama ca vei fi identificata cu Rafira? Chiar asa, de ce crezi ca oamenii incearca tot timpul sa gaseasca fragmente din realitate in fictiune?

 

Cred ca este un semn al degradarii simtului critic, cand cititorii incearca tot timpul, asa cum observi, sa compare autorul cu personajele sale. Raman mereu surprinsa de acest aspect: am petrecut ani de zile studiind teorii ale romanului si ale personajului si o atare identificare este printre cele mai simpliste, o credeam de mult depasita. Uite ca nu este! Fragmentele strict autobiografice nu sunt insa mai numeroase in acest roman decat in cele precedente. Maritisul era mai degraba un pretext pentru a nu publica, o falsa scuza. Cititorul nu greseste, realitatea exista foarte mult in fictiune. Cititorul vrea insa din ce in ce mai mult, nu-i ajunge o poveste pe care o imaginezi tu, tolanita lenes intr-un fotoliu moale, vrea sangele tau, curgand printre pagini, vrea suferinta ta reala si intensa, ca sa raspunda la fel de intens. Oamenii se tem sa nu fie mintiti, se tem ca cineva rade de ei, de sentimentele lor, de admiratia lor si vor ca autorii sa nu triseze. Mai ales cand e vorba de autori tineri, care sunt la primele carti. Cat despre teama de identificare, Rafira Sic este cea mai acceptabila dintre toate personajele mele intru identificare. Da, am intrat in pielea ei, am simtit-o si am trait-o intens. Cu plenitudine, nu cu teama. Scriitorul este, prin definitie, astazi, o fiinta curajoasa (daca nu ai curaj, nici nu cred ca te mai apuci de scris). Iar un roman dedicat fetelor batrane cum ar putea fi definit daca nu ca un act de curaj? Mi-am asumat un risc, romanul fiind unul experimental, ciudat, am intins si de data aceasta niste limite. Ma vad scriind romane minunate, fascinante, primite cu aplauze de critici si de cititori, striviti de admiratie si umiliti de atata risipa de talent… Scene previzibile, clare si inchise, drumuri ratacitoare. Fructul prea copt se strica repede. Iar eu am inca senzatia ca nici nu am debutat cu adevarat.

 

Subtitlul cartii, roman sentimental, poate induce in eroare cititorii. De ce ai tinut la acest subtitlu?

 

Mi-am imaginat ca cele mai atrase de aceasta tematica si de acest titlu vor fi femeile. Mi-am imaginat femei sentimentale, sensibile, inteligente. Mi-am imaginat incaperi luminoase, paturi pufoase, dantele luxuriante, cititoare visatoare, gratioase si, uneori, asemanatoare personajelor mele. Intr-un fel, in sensul larg, toate romanele sunt sentimentale. Mi-am imaginat placerea, surpriza, zambetul, cochetaria cititoarelor mele. Subtitlul este unul jucaus. Lectura nu mai este acum, in zilele noastre, ce a fost in regimul comunist, de pilda. Devine un lux, o placere, un rafinament. Cititorii fideli si infocati de alta data ajung tot mai rari, mai exotici. Dispare (a disparut) lectura ca fenomen in masa. Ne intoarcem usor, usurel, spre secole domoale, spre timpuri in care doamnele respectabile citeau romane sentimentale si se delectau. Iar cateva fragmente sunt chiar sentimentale de-a binelea, nu crezi? Am vrut sa fiu credibila cu personajele mele, care sufera, multe, de un sentimentalism abundent si duios. Uite, nu stiam: „Curent preromantic in literatura rusa aparut la sfarsitul sec. XVIII ca o reactie impotriva clasicismului“ (dexonline.ro/definitie/sentimentalism). Facusem referire la literatura franceza, nu si la cea rusa, desi poate ar fi fost cazul.

 

In ciuda faptului ca subiectul este foarte trist si de un realism tulburator, prima parte a cartii este plina de umor si de multa (auto)ironie. Personal, recunosc ca m-a incantat aceasta prima parte, as fi vrut sa nu se termine. N-ar fi fost posibila o carte doar cu Rafira si aventurile fetelor din camin?

 

In 2007, cand am terminat prima varianta, anume asa a fost. Viata de camin. Dar, si vis pacem para bellum(adica daca vrei pace, pregateste-te de razboi), iar viata de camin, pasnica si fericita, nu poate dura la nesfarsit, a fost doar o etapa. Imperiul este mai ambitios si nu se multumeste sa distreze publicul si sa-l binedispuna. Am avut, la un moment dat, o sensibilitate pentru razboaiele din apropiere. Am visat tancuri uriase trecand pe drumul din satul meu. Le tin minte si acum. Am vrut sa exprim aceasta cruzime a noastra si indiferenta fata de durerea mare a vecinilor, fata de tragediile care se intampla langa noi. Liste cu soldati nascuti in anii ’90, morti pe front. Am devenit opaci la nenorociri. Si atunci singuratatea sutelor de fete dintr-un camin nu mi-a fost de ajuns. Scenele de dragoste foarte cruda sunt efectul cruzimii din jur. Agresivitatea este o oglinda. Pe urma, carti cu aventurile fetelor din camin s-au mai scris. Dar despre un asemenea minunat imperiu nu a scris inca nimeni.

 

„Rasul nu este intamplator in cartile mele, mai ales acolo unde subiectul este tragic sau dramatic“, afirmi intr-un dialog cu Stelian Turlea din 2014. Ce rol joaca umorul in Imperiul fetelor batrane? Luam mai in serios lucrurile prin ras?

 

Rasul este vindecator. Dar nu il folosesc ca pe o figura de stil. Asa imi iese, spontan si fara eforturi, pana una alta; prin ras incerc sa supravietuiesc eu insami in mod decent scenelor extreme pe care le imaginez sau doar le descriu. Rasul este chiar sanatate pura si daca reusesc sa il provoc cuiva in cartile mele sunt fericita. Si nu ma refer la buna dispozitie doar, ca as putea publica niste bancuri; am o miza, de obicei, si nu fac din umor un scop in sine. Umorul atenueaza tragismul, pe de o parte, si, pe de alta, ridendo castigat mores, razand infranezi moravurile… Ehe.

 

Dupa publicarea romanului Kinderland, intr-un interviu de acum doi ani, aparut pe Bookaholic.ro, imi spuneai ca „Pana la urma, fata aceea, Rafira, care n-a cunoscut niciodata barbatul, ajunge sa fie foarte fericita si eu n-am destule argumente ca s-o aduc la acea stare“. Cum ai gandit, asadar, structura romanului?

 

Am uitat ce-am mai zis. Fericirea Rafirei m-a preocupat din ce in ce mai putin.

 

Viata intr-un camin studentesc, evolutia unei fete singure, apoi descrierea Imperiului au fost primele obiective. Dar singuratatea s-a dovedit a fi atat de poetica, incat aproape ca a sufocat intentia mea primara de a oferi o enciclopedie a „fetei batrane“. Singuratate ziua, singuratate noaptea, „dimineata ninge iara“. Este refrenul obsesiv al cartii. Asa ceva n-am mai patit si nu mai stiam ce sa fac ca sa opresc furtuna poetica. Ce structura, cand prin casa mea pluteau pe sus, pe jos, foi (scriu pe foi, nu la calculator) care incepeau, invariabil, cu „Singuratatea mea…“! Atunci incepu razboiul. Impotriva razboiului insa nu m-am impotrivit, am lasat cruzimea si nedreptatile lui sa ma copleseasca si au iesit paginile acelea din capitolul al doilea, canibalice, fioroase, ademenitor-ucigatoare. A fost modul meu abstract de a-mi exprima nelinistea, cu poezia pandind pe la spate.

 

Cele doua parti ale cartii mi-au parut antagonice, intr-un fel. De ce ai considerat ca este nevoie si de a doua parte, cea fantastica, anecdotica, usor parabolica?

 

Sunt complementare, in cele din urma, desi cele mai multe fragmente pot exista separat, au independenta lor, pot fi citite ca poeme in proza. Ai vazut coperta cartii? Femeia cu chip bland este construita din arme si din diverse elemente ale unor pusti, obuze etc.; este realizata de profesorul si graficianul iesean Ilie Krasovschi, care a inteles din cateva cuvinte ideea mea. Am incercat sa reprezint amenintarea care pluteste in aer. Diferenta dintre prima parte si a doua o pot asemana cu muzica unui fluier la care canti tu si muzica unui fluier la care canta vantul, in timp ce tu tii fluierul in mana si asculti. Ca sa nu fie total antagonice si rupte una de alta, am lasat mici motive sa se perinde pe ici-colo si sa uneasca partile. Dar asta nu este esential.

 

Niste personaje marginale – atat in viata, cat si in fictiuni –, adesea malefice, fetele batrane sunt protagoniste, cu Rafira Sic in frunte, in noul tau roman. Cat ai locuit cu ele te-ai molipsit de ironia lor? Ce alte personaje marginale ai in vizor pentru urmatoarele tale carti?

 

Eu nu le-am vazut nici malefice, nici suficient de ironice. Am locuit nu doar cu ele, ci si in ele. Si m-oi fi molipsit de multe, nu doar de ironie; sper sa ma indepartez cat mai repede, fara sechele dramatice. Daca stau sa socot, cred ca am locuit peste 12 ani prin camine studentesti, viata la/de camin imi devenise un modus vivendi. Inca mai stateam intr-un camin cand terminasem prima varianta a cartii. M-a afectat si la propriu, si la figurat. Partea a doua a fost comisa la casa mea si vezi diferenta! M-a interesat sa prind si ce e mai departe, nu doar cat e lungul nasului (cu toate ca e destul de lung). Pofta de ireal, de parabole exista undeva, latent, si astepta sa rabufneasca. Dar am avut deseori, sub fusta fantasticului, si ceva deosebit de concret si de real in vedere. In comparatie cu Divinitatea, toti suntem marginali. Si este cam ultima mea preocupare cand ma apuc de un nou roman. Da, probabil ca tot marginale vor fi si personajele viitoare, vom vedea.

 

Putem face o paralela intre ritualurile magice din Kinderland– justificate (mai ales) prin prisma universului copilariei – si cele din Imperiul fetelor batrane?

 

Nu prea fac paralele intre cartile mele. Dar au acelasi autor si or fi semanand pe undeva. Cred ca ar trebui sa treaca mai mult timp ca sa le uit intai. Ambele, la care te referi, sunt foarte prezente in viata mea, una abia a aparut, a doua tocmai s-a tradus. Pot spune ca in fiecare roman pornesc cu o miza sociala puternica si plonjez neaparat, macar un pic, in fantastic. Nu pot fara asta.

 

In toate cartile tale de fictiune de pana acum se poate vorbi, intr-o anumita masura, despre singuratate. LaImperiul fetelor batranegasim insa cea mai adanca singuratate („Singuratatea mea este absoluta si fara jumatati de masura“, p. 172). De unde vine preocuparea pentru aceasta tema? O vei explora in continuare, printre firele fictiunii tale?

 

Singuratatea este o stare, nu o preocupare (cel putin in cazul meu). In cazul fetelor mele, am vrut sa devina ceea ce te intareste, daca nu te-a putut infrange. Imi iubesc singuratatea si am lasat-o sa zburde nitel mai mult in ultima carte. O voi struni cat se poate in continuare, ca sa nu fiu cumva autorul unui singur cantec.

 

Odata cu romanul Kinderland– lansat in mai 2013, la Bookfest –, cartilor tale de fictiune li se poate aplica eticheta de „bestseller“ – Imperiul fetelor batrane s-a aflat, iata, pe primul loc in topul celor mai vandute carti de la Editura Cartea Romaneasca din cadrul Targului Gaudeamus. Cum se traduce acest lucru in cifre? Te afecteaza in vreun fel, ca scriitoare, eticheta cu pricina?

 

Nu (m-)am intrebat niciodata „cum se traduce acest lucru in cifre“ si nu o voi face. M-am bucurat cand a aparut editia noua a romanului Kinderland, inseamna ca cea veche s-a epuizat. M-am gandit ca cine a avut o data un „bestseller“, ii ajunge, poate sa scrie si mai putin „seller“-abil. Si m-am mirat foarte cand n-a fost asa. M-a bucurat foarte mult pe moment, dar nu mi-am pierdut cumpatul, avand in vedere ca nu-mi platesc creditul la banca din vanzarile de carti.

 

In octombrie 2015 ai participat, pentru prima data, la editia restransa a Festivalului International de Literatura si Traducere de la Iasi (FILIT). Cu ce impresii ai ramas in ceea ce priveste FILIT si ce crezi ca ar trebui imbunatatit pe viitor (mai ales ca, anterior, ai fost invitata la multe festivaluri internationale din strainatate)?

 

M-a impresionat publicul foarte mult. Si mi-as fi dorit sa relationez mai mult cu alti invitati. Am comunicat foarte putin cu ceilalti scriitori, desi mi-am dorit. Nu trebuie sa fie toate festivalurile la fel si cred ca cel mai important e ca acesta, de la Iasi, sa continue, sa devina o traditie, sa aiba surse financiare suficiente, pentru a invita cat mai multi scriitori. Atunci lucrurile vor merge de la sine din ce in ce mai bine.

 

Pentru ca tocmai ai avut, in decembrie, un turneu de promovare a romanului Kinderland in Germania, cum a fost primita cartea acolo? Ce le-a starnit interesul cititorilor germani?

Primesc si acum cronici, note de lectura, inregistrari de emisiuni radio cu impresii si comentarii, toate pozitive, despre cartea mea. Publicul german a fost interesat de Moldova, in primul rand, la cateva lecturi, organizatorii au pus harta Moldovei in fata noastra, apoi sunt interesati de fenomenul migratiei, de experientele mele personale in legatura cu subiectul abordat, de aspecte care nu au intrat in carte, m-au intrebat unde am invatat limba germana. Sesiunea de intrebari era uneori mai lunga decat prezentarea si lectura unor fragmente. A fost o experienta frumoasa si am avut emotii: un turneu presupune multa cheltuiala in cazul unui autor strain, a fost sustinut financiar de ICR Viena si Berlin, tot felul de institutii culturale, muzee, biblioteci, librarii au fost implicate, in afara de editura, desigur. Si am fost fericita cand nu doar ca am avut public, dar am avut si vanzari. La ultima lectura s-a vandut tot, nu stiu cate carti au fost, vreo 50 poate, dar am vazut librarul satisfacut anuntand editura sa mai trimita niste exemplare, ca el nu mai are. Apoi, in decembrie, la trei luni de la aparitia cartii, am primit prin posta un exemplar din tirajul al doilea.

 

2014 a fost anul in care ai publicat trei volume stiintifice ample: Controlul cartii. Cenzura literaturii in regimul comunist din Romania(Cartea Romaneasca) si Institutia cenzurii comuniste in Romania (1949-1977)in doua volume. Cum au fost ele primite? Ce proiecte stiintifice mai ai pe viitor?

 

Binisor, au fost cateva cronici, un volum a avut doua nominalizari prestigioase, altul a luat chiar si un premiu, impreuna cu o medalie de la Banca Nationala. Ma bucur ca le-am vazut publicate. Avand in vedere pozitia mea in domeniul cenzurii (nimic nu dispare, totul se transforma), e chiar foarte mult. Recunosc, nu sunt prea accesibile publicului larg. Mai am proiecte, dar am si un program de opt ore pe zi (de munca) si e cam greu sa scriu numai duminica, e obositor.

 

Care sunt diferentele majore in documentare pentru a scrie carti precum cele amintite mai sus si cele de fictiune (de exemplu, partea a doua din Imperiul fetelor batrane)?

 

Documentarea ca proces este cam aceeasi: te informezi intr-un domeniu dat. Numai ca eu cand scriu romane evit (am evitat pana acum) sa ma informez. Documentarea pentru roman se face indirect, fara sa tii neaparat, tot felul de motive si teme intra si se opresc undeva intre piept si burta, stau acolo si asteapta. Apoi se aduna toate spre un subiect si se rotesc in jurul lui, ca in jurul soarelui etc.

Der erste Horizont meines Lebens in top

Ianuarie 15, 2016

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2015-12/buchtipps-weihnachten-2015

Wenn das Buch stimmt, liest es sich überall gut.

Mit Büchern und Listen es es ja immer so eine Sache. Irgendeins fehlt immer. Mindestens. Wir haben trotzdem zehn der Bücher ausgewählt, die man auf keinen Fall übersehen sollte, auch wenn sie vielleicht bislang noch nicht mit Preisen überhäuft worden sind oder oben auf den Bestsellerlisten stehen. Da ist auch die Überraschung größer, wenn einer dieser Romane unter dem Weihnachtsbaum liegt.

Die Lektüre-Reisen, zu denen diese Romane den Leser mitnehmen, führen in ganz unterschiedliche Regionen: in den Kongo der 1970er Jahre, in die verlorene Kindheit in einem ostdeutschen Dorf oder ins Bukarest der Ceaușescu-Ära. Aufs Meer natürlich auch. Man begegnet einem etwas verwirrten Michael Jackson, geheimnisvollen Füchsen und einem sehr verzweifelten Maler, der merkwürdige schwarze Substanzen erbricht.

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https://www.buechereien.wien.at/de/tipps/bestof2015

 

Die beste Liste der besten fünf Romane 2015

  1. Frank Schulz: Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen
    Was besseres kommt heuer nicht mehr, war ich mir schon im April sicher  – und ich habe Recht behalten. Der Großmeister des Sprachwitzes hat den vermutlich treffendsten Kreuzfahrtbericht seit David Foster Wallace geschrieben.
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  2. Krisztina Toth: Aquarium
    Über das Leben im kommunistischen Budapest. Tragisch und sehr, sehr komisch.
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  3. Liliana Corobca: Der erste Horizont meines Lebens
    Das Leben der „Sozialwaisen” in Moldawien aus Kinderperspektive – beklemmend und herzzerreißend traurig.
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  4. Newton Thornburg: Cutter und Bone
    Der 1976 im Original erschienene Abgesang auf das Amerika der 70er wurde heuer erstmals vollständig in deutscher Übersetzung publiziert. Ein Gigolo und ein zynischer Vietnamveteran auf Mörderjagd – spannend und traurig, aber nie larmoyant.
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  5. Merle Kröger: Havarie
    Dieser „Krimi” hat es v.a. aufgrund seiner zeitgemäßen Thematik in die Top Five geschafft; Drehbuchautorin Merle Kröger erzählt zwölf Flüchtlingsdramen im multiperspektivischen Stakkatostil, die Handlung dominiert die etwas holzschnittartige Charakterzeichnung.
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Geweint wird erst ab 8.00 Uhr abends

Ianuarie 4, 2016

http://orf.at/stories/2310430/2310431/

 

Die Tiere versorgen, Frühstück machen, die zwei kleinen Brüder wecken, ihnen beim Waschen und Anziehen helfen, sie in den Kindergarten bringen – wenn Cristina all das erledigt hat, geht sie zur Schule. Cristina ist zwölf Jahre alt und die Hauptfigur im Roman „Der erste Horizont meines Lebens“ der Schriftstellerin Liliana Corobca.

Cristinas Mutter ging zum Arbeiten nach Italien, der Vater nach Sibirien. Im rumänischsprachigen Original nannte Corobca ihr Buch „Kinderland“ und meint damit ihre Heimat Moldawien, wo an die 100.000 Kinder leben wie Cristina und ihre Brüder Dan und Marcel. „Diese Kinder haben keine Kindheit“, sagt Corobca im Gespräch mit ORF.at, „sie leben ein Erwachsenenleben“.

Ein bis zwei Jahre, die kein Ende nehmen

Dass drei Kinder im Alter von zwölf, sechs und drei Jahren alleine in ihrem Elternhaus leben – wie in „Der erste Horizont meines Lebens“ – sei „eine extreme Situation“, sagt Corobca. Oft werden zurückgelassene Kinder auch bei den Großeltern oder den Nachbarn untergebracht, oder wenigstens ein Elternteil bleibt zu Hause. Aber auch Fälle wie den von Cristina und ihren Brüdern gebe es: „Kinder, die ganz alleine leben, wo nicht einmal die Großeltern da sind, um sich um sie zu kümmern.“

Um der Arbeitslosigkeit zu entkommen, gehen ihre Eltern ins Ausland – die Frauen oft als Kinderbetreuerinnen und Altenpflegerinnen in die EU, die Männer als Bauarbeiter nach Russland. „Ärztinnen mit Universitätsabschluss und sechs Jahren Turnus arbeiten als Putzfrauen in Europa“, erzählt Corobca. Junge Ärzte verdienen in Moldawien 1.800 Leu (80 Euro) im Monat, Lehrerinnen 1.300 Euro (60 Euro) – wenn sie eine Anstellung finden.

 

Schriftstellerin Liliana Corobca

 

Cristinas Mutter aus Corobcas Roman beschloss, nach Italien zu gehen, als die Familie nach der Geburt des dreijährigen Marcel nicht mehr genug Geld zum Leben hatte: „Damals sagte ein Verwandter zu Mutter: Komm hierher, da ist eine Stelle bei einer Familie freigeworden, sie zahlen gut; wenn du nicht willst, werden sich hundert Moldawierinnen darum prügeln, hierherzukommen … Mutter beriet sich mit Vater, dann mit mir, und sagte anschließend, sie werde für ein bis zwei Jahre gehen, bis Vater seine Schulden abbezahlt hat. Und sie ging, aber diese ein bis zwei Jahre wollen kein Ende nehmen.“

Moldawien, „ein Dorf der Kinder“

Moldawien zählt zu den ärmsten Ländern Europas. Nach dem Human Development Index 2014 der Vereinten Nationen (UNO) liegt das südosteuropäische Land mit dreieinhalb Millionen Einwohnern auf Platz 114 von 187 aufgelisteten Ländern weltweit. Bei den Ländern mit dem größten Anteil an Überweisungen aus dem Ausland, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), liegt Moldawien hingegen weit vorne. Für die Menschen in Moldawien sind diese Überweisungen überlebensnotwendig – weil sie in Privathaushalte fließen, führen sie aber nicht zu dem dringend benötigten Wirtschaftswachstum.

Die starke Migration in die EU und nach Russland setzte kurz vor der Jahrtausendwende ein. Seit Moldawier rumänische Pässe beantragen können, ist es noch einfacher geworden, das Land zu verlassen und ohne Visum in der EU Arbeit zu suchen. „Jedes Dorf in Moldawien ist ein Dorf der Kinder, das ganze Land … vor allem wenn wir die Alten hinzuzählen, die wieder kindlich geworden sind. Die normalen Männer und Frauen, die gesund und arbeitsfähig sind und im Dorf leben, sind eine Seltenheit, eine Minderheit“, lässt Corobca ihre Protagonistin Cristina in „Der erste Horizont meines Lebens“ über ihrer beider Heimat sagen.

Buchcover von "Der erste Horizont meines Lebens"

Hanser Verlag

Buchhinweis

Liliana Corobca: Der erste Horizont meines Lebens. Zsolnay Verlag, 192 Seiten, 19,50 Euro.

Auf das Thema stieß Corobca, die heute in der rumänischen Hauptstadt Bukarest lebt, als sie in den Ferien ihre Eltern besuchte. An einem Tag war ein Handwerker im Haus, der einen Buben mitgebracht hatte. Corobca wollte mit dem Buben plaudern, doch dieser war ängstlich und starr. Er wollte nicht spielen und nicht sprechen. Später erfuhr Corobca von ihrer Mutter, die als Lehrerin die Kinder im Dorf kennt, dass der Vater des Buben im Ausland arbeitet und der Bub – egal wo er ist – Angst hat, vergessen zu werden.

Nach diesem Tag traf Corobca noch viele andere Kinder, die ohne Eltern leben – durch ihre Eltern, durch Freunde, durch Kollegen: „Jeder in Moldawien kennt ein Kind, das in so einer Situation ist.“ Mit „Der erste Horizont meines Lebens“ wollte die 1975 in Moldawien geborene Schriftstellerin „eine einzelne konkrete Geschichte erzählen“ – die von Cristina und ihren Brüdern.

Sehnsucht nach Uhrzeit

Sie hätten es doch besser als Kinder, deren Eltern „nur Wein trinken, nicht arbeiten und keine Wollpullover oder aus Italien mitgebrachte karierte Hemden“ haben, versucht Cristina den Brüder die Situation schönzureden. Glauben tut sie das selbst nicht. Nach den Eltern wird nur noch um 8.00 Uhr abends geweint, beschließt sie und begründet diese Regel mit Vernunft: „Wie wäre es denn, wenn ich genau dann weinen würde, wenn ihr Hunger habt?“

Weil Marcel aber immer noch weint, dass er zum Vater will, greift Cristina zu drastischen Mitteln: Sie führt den Dreijährigen zum Haus eines Freundes und lässt ihn dabei zusehen, wie der Bub von seinem betrunkenen Vater verprügelt wird.

Von den Behörden erhalten zurückgelassene Kinder in Moldawien kaum Unterstützung. Im Buch kommt von Zeit zu Zeit ein Sozialarbeiter ins Dorf und wirft Broschüren über den Zaun. Diese Broschüre gibt es wirklich. Sie heißt “Wie kann man das Kind beraten, wenn seine Eltern ins Ausland gehen”. Zudem werden Russischlehrerinnen, die nicht mehr genügend Unterrichtsstunden haben, weil statt Russisch heute mehr Englisch in Moldawiens Schulen unterrichtet wird, damit beauftragt, Kinder, deren Eltern im Ausland arbeiten, psychologisch zu unterstützen.

„Moldawien fehlt eine Angela Merkel“

Dass sich die Situation dieser Kinder bessert, durch mehr Hilfe vom Staat etwa, glaubt Corobca nicht: „In Moldawien gibt es viele Probleme – jenes der Kinder ist für die Politik nicht das wichtigste“. Seitdem das Land im Frühjahr von einem großen Korruptionsskandal erschüttert wurde, demonstrieren Tausende in der Hauptstadt Chisinau gegen die Regierung – die Proteste sind teils proeuropäisch, teils prorussisch. Die Situation ist kompliziert, sagt Corobca, ein großes Problem für die Politik aber auch für viele Menschen sei, sich zwischen dem Osten – Russland – und dem Westen – der EU – entscheiden zu müssen: „Der Osten will nicht, dass du mit dem Westen kokettierst, und umgekehrt.“

Nur einen Weg zu haben sei für Moldawien aber kompliziert. Trotz der politischen Annäherung an die EU seien Wirtschaftsbeziehungen mit Russland wichtig für das Land, denn für Europa sei die moldawische Wirtschaft nicht gut genug. Moldawiens Exportartikel Nummer eins etwa, der Wein: „Alle sagen er ist so gut, aber in der EU kauft ihn niemand. In Russland schon – die trinken alles.“ Russland zeige Interesse an Moldawien, und „viele Menschen sind dann nostalgisch und glauben, dass im Kommunismus alles besser war“. Was Moldawien fehle, sei eine starke Führungspersönlichkeit, „eine wie Angela Merkel“, so Corobca im Gespräch mit ORF.at.

„Aber wir brauchen das Geld“

Soziale Probleme würden in Moldawien nicht diskutiert. „Der erste Horizont meines Lebens“ sei zwar in Moldawien und auch in Rumänien, wo die Situation nicht ganz so dramatisch aber doch ähnlich ist, viel gelobt worden, so Corobca, „allerdings behandelten alle Rezensionen nur die literarische Ebene“. Kein Bericht über das Buch habe sich auf den Inhalt der Geschichte, auf die Situation der Kinder in Moldawien und Rumänien, bezogen.

Bei ihrer Recherche für das Buch bat Corobca Kinder einer Schulklasse, auf kleine Zettelchen zu schreiben, was sie davon hielten, dass ihre Eltern im Ausland arbeiteten. Die Antworten waren fast ausschließlich vernünftiger Natur, erzählt Corobca: Es sei zwar schwer ohne Mama und Papa, „aber wir brauchen das Geld“. Die Kinder imitierten die Erwachsenen und sagten, das müsse so sein, es gehe nicht anders. Auch Cristina fühle so: „Sie will Mutter und Vater bei sich haben, weil das aber nicht geht und sie dennoch glücklich sein will, ist ihre Lösung: Ich bin auch ohne meine Eltern glücklich.“

Die fremden Kinder, „pummelig und dümmlich“

Der Spagat zwischen der Rolle der Ersatzmutter und ihren eigenen Gefühlen spiegelt sich auch in Cristinas Monologen wider: An einem Tag schimpft die Zwölfjährige voller Verachtung auf die „pummeligen und dümmlichen“ Kinder in den „sehr reichen Ländern“ herab, die „zu nichts gut sind“ – und um die ihre eigene Mutter sich kümmert, anstatt bei ihr zu sein: „Stehen sie nicht ihren Eltern bei, kümmern sich nicht um ihre Geschwister, können sie kein Essen zubereiten oder Ziegen melken? Kleine Parasiten im Nacken der Eltern! Mit Vätern, Müttern, Kindermädchen, Erzieherinnen, und sie, pummelig und dümmlich, lassen sich waschen, ernähren, anziehen, schlafen legen, aufwecken und erziehen.“

Am nächsten Tag wäre Cristina selbst gerne ein wenig mehr Parasit im Nacken der Eltern: „Nur alleine ich mache in diesem Haus sauber, ich fege, wasche auf allen vieren den Fußboden, arbeite, bis mir die Zunge heraushängt, anstatt auch mal zu spielen, fernzusehen oder etwas für Zwölfjährige Empfohlenes zu lesen!“. Die innere Zerrissenheit zwischen Erwachsenenleben und Kindsein, zwischen Verantwortung für die kleinen Geschwister und Sehnsucht nach Mutter und Vater, begleitet Cristina täglich und führt so weit, dass sie sogar im Tod der Großmutter etwas Gutes sieht, denn zum Begräbnis kommen endlich die Eltern nach Hause.

Romana Beer, ORF.at

Sancta simplicitas!

Ianuarie 3, 2016

 

 

Traducere din limba polonă de

Constantin Geambaşu și Bogdan Mihai Polipciuc

Oradea, Ratio et Revelatio, 2015

 

http://ratioetrevelatio.com/en/slavonica/75-vremea-nedesparirii-poeme-alese-jan-twardowski.html

https://en.wikipedia.org/wiki/Jan_Twardowski

Unul dintre principalii reprezentanți ai poeziei contemporane religioase din Polonia, Jan Jakub Twardowski (1 iunie 1915 – 18 ianuarie 2006), a fost tradus pentru prima oară în limba română. Cartea a apărut în ediție bilingvă și este o antologie din cele mai importante volume de versuri ale autorului. Pentru a ne familiariza cu acest mare și insolit poet, avem la dispoziție un cuvânt introductiv și un tabel cronologic al vieții și operei lui Jan Twardowski. Și dacă deschizi la întâmplare cartea, n-o mai lași din mână. Mai mult, este genul de poezie care poate fi recitită la nesfârțit, așa cum se recitesc rugăciunile. Dragostea, moartea, speranța, credința sunt teme abordate, motive și refrene pe care le reia poetul preot, întrebări eterne, profunde la care răspunde cu simplitate și grație, fără artificii poetice. O poezie a esențelor, a emoției, a iubirii pentru aproapele îndrăgostit ori suferind, a iertării și a înțelepciunii. Un dar pentru spirit. O descoperire întârziată, pe care o recomand cu toată căldura. Pentru așa ceva, niciodată nu-i prea târziu.

Și ca să vă conving, am selectat câteva versuri. Cu greu, căci întreg volumul este minunat!

 

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modlimy się bo inni się nie modlą

wierzymy bo inni nie wierzą

umieramy za tych co nie chcą umierać

kochamy bo innym serce wychłódło

list przybliża bo inny oddala

nierówni potrzebują siebie

im najłatwiej zrozumieć że każdy jest dla wszystkich

i odczytywać całość

(Sprawiedliwość –)

 

ne rugăm fiindcă alţii nu se roagă

credem fiindcă alţii nu cred

murim pentru cei ce nu vor să moară

iubim fiindcă inima altora s-a răcit

o scrisoare apropie fiindcă alta îndepărtează

cei inegali au nevoie unul de altul

lor le este cel mai uşor să înţeleagă că fiecare este pentru toţi

şi să desluşească întregul

(Dreptate)

 

**

 

Śpieszmy się kochać ludzi tak szybko odchodzą

zostaną po nich buty i telefon głuchy

tylko to co nieważne jak krowa się wlecze

najważniejsze tak prędkie że nagle się staje

Śpieszmy się kochać ludzi tak szybko odchodzą

i ci co nie odchodzą nie zawsze powrócą

i nigdy nie wiadomo mówiąc o miłości

czy pierwsza jest ostatnią czy ostatnia pierwszą

(Śpieszmy się)

 

Să ne grăbim să iubim oamenii pleacă atît de repede

Rămân după ei pantofii şi telefonul mut

Numai ce nu-i important se târâie alene

Ce-i mai important vine rapid şi se-ntâmplă subit

Să ne grăbim să iubim oamenii pleacă atît de repede

Chiar cei ce nu pleacă nu se-ntorc totdeauna

Şi niciodată nu ştim vorbind despre iubire

Dacă prima este ultima sau ultima e prima

(Să ne grăbim)

 

**

nie śmierć ale miłość całą Cię zabrała

jeśli miłość jest prawdą to ciała nie widać

 

(Wniebowzięcie)

 

nu moartea ci dragostea toată Te-a luat

dacă iubirea este adevăr atunci trupul nu se vede

(Adormirea Maicii Domnului)

 

**

i o tobie niesforny wróblu

co łaską zdumiony –

wpadłeś na zbitą głowę

do święconej wody

(O wróblu)

şi despre tine vrabie neastâmpărată

care mirată de har –

te-ai prăvălit

în apa sfinţită

(Despre vrabie)

 

**

 

Świat

Bóg się ukrył dlatego by świat było widać

gdyby się ukazał to sam byłby tylko

kto by śmiał przy nim zauważyć mrówkę

piękną złą osę zabieganą w kółko

zielonego kaczora z żółtymi nogami

miłość której nie widać

nie zasłania sobą

 

Lumea

Dumnezeu s-a ascuns pentru ca lumea să fie vizibilă

dacă s-ar fi arătat ar fi fost doar singur

cine ar fi îndrăznit în prezenţa Lui să observe furnica

viespea foarte frumoasă rea alergând în cerc

răţoiul verde cu labele galbene

iubirea care nu-i vizibilă

nu acoperă nimic în sine

**

Czekanie

Myślisz – znowu się spóźnia

zaraz się obrażasz

marudzisz jak sikorka ta brzydsza bez czubka

 

kto miłości nie znalazł już jej nie odnajdzie

a kto na nią wciąż czeka nikogo nie kocha

martwi się jak wdzięczność że pamięć za krótka

 

miłość dawno przybiegła i uklękła przy nas

spokojna bo szczęście porzuciła ciasne

spróbuj nie chcieć jej wcale

wtedy przyjdzie sama

 

1977, 1979

 

 

 

Aşteptarea

Te gândeşti – iar întârzie

pe loc te simţi ofensat

faci nazuri ca un piţigoiul cel urât fără moţ

 

cine n-a găsit iubirea nici nu o va regăsi

iar cine-o tot aşteaptă nu iubeşte pe nimeni

se necăjeşte precum recunoştinţa

că memoria-i prea scurtă

 

iubirea a sosit în fugă de mult şi-a-ngenuncheat lângă noi

liniştită că a părăsit fericirea îngustă

încearcă să n-o doreşti deloc

atunci ea va reveni singură

1977, 1979

**

 

jest miłość wariatka egoistka gapa

jak jesień lekko chora z księżycem kłamczuchem

jest miłość co była ciałem a stała się duchem

i ta co nie odejdzie – bo znów niemożliwa

(Miłość)

iubirea e nebună egoistă gură-cască

ca toamna puţin bolnavă cu luna mincinoasă

există iubire ce a fost trup şi-a devenit suflet

şi e iubirea care nu va pleca – pentru că e iar imposibilă

(Iubirea)

**

 

Miłość i samotność

wzięły się pod ręce jak siostry

idą noga w nogę

nie rozdzielaj ich

nie szarp. Łapy przy sobie

miłość bez samotności

byłaby nieprawdą

samotność bez miłości rozpaczą

(Nie rozdzielaj)

 

 

Iubirea şi singurătatea

s-au luat de mână ca două surori

merg pas în pas

nu le despărţi

nu le sfăşia . Ţine-ţi mâinile acasă

iubirea fără singurătate

ar fi un neadevăr

singurătatea fără iubire e-o deznădejde

(Nu despărţi)

**

Pisanie 

 

Jezu który nie brałeś pióra do ręki

nie pochylałeś się nad kartką papieru

nie pisałeś ewangelii

 

dlaczego nie pisze się tak jak się mówi

nie pisze się tak jak się kocha

nie pisze się tak jak się cierpi

nie pisze się tak jak się milczy

 

pisze się trochę tak jak nie jest

 

1981

 

Scrisul

 

Isuse care nu ai pus mâna pe condei

nu te-ai aplecat deasupra foii de hârtie

nu ai scris evanghelii

 

de ce nu se scrie aşa cum se vorbeşte

nu se scrie aşa cum se iubeşte

nu se scrie aşa cum suferim

nu se scrie aşa cum tăcem

 

se scrie un pic aşa cum nu este

 

1981

 

**

Kiedy mówisz

 

Aleksandrze Iwanowskiej

 

Nie płacz w liście

nie pisz że los ciebie kopnął

nie ma sytuacji na ziemi bez wyjścia

kiedy Bóg drzwi zamyka – to otwiera okno

odetchnij popatrz

spadają z obłoków

małe wielkie nieszczęścia potrzebne do szczęścia

a od zwykłych rzeczy naucz się spokoju

i zapomnij że jesteś gdy mówisz że kochasz

 

1988, 1989

 

 

 

Când vorbeşti

 Aleksandrei Iwanowska

Nu plânge în scrisoare

nu scrie că soarta ţi-a dat brânci

nu există situaţie pe pămînt fără ieşire

cînd Dumnezeu închide uşa – deschide fereastra

trage-ţi răsuflarea  priveşte

cad din nori

mici mari nenorociri necesare pentru fericire

iar de la lucruri obişnuite învaţă calmul

şi uită că exişti cînd spui că iubeşti

1988, 1989